Kabel

PrimaCom: Neue Preise und mehr Investitionen

Kunden können sich über mehr Bandbreite freuen
Von Thorsten Neuhetzki
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Komplett verändert wird zum 1. November das Internetangebot des Kabelnetz-Betreibers PrimaCom. Entgegen der sonst üblichen Handhabung, gelten neue neuen Tarife auch für Bestandskunden. Dass dieses nicht in jedem Fall zum Vorteil der Kunden ist, zeigt ein direkter Vergleich der alten und neuen Tarife.

Kunden, die den Tarif primaspeed Pro gebucht haben, können sich ab November zwar über eine mit 2 MBit/s doppelt so schnelle Leitung bei gleichem Preis freuen, müssen aber auf ihre Flatrate verzichten. Für den gleich gebliebenen Preis von 39 Euro pro Monat erhalten sie nur noch 30 GB. Vorteile gibt hingegen für Kunden in den Tarifen primaspeed Start und primaspeed Easy. Im Start-Tarif wird die Bandbreite im Downstream von 128 kBit/s auf 196 kBit/s erhöht, im Upstream wird die Bandbreite auf 128 kBit/s verdoppelt. Der Grundgebühr für die 500 Megabyte Inklusivvolumen wird mit 9,90 Euro nur fünf Cent günstiger.

Deutlich mehr Bandbreite bekommen auch die Kunden des primaspeed Easy. Die bisherige Bandbreite von 256/128 kBit/s wird auf 768/256 kBit/s erhöht. Auch das Inklusivvolumen wurde um 500 MB auf zwei Gigabyte erweitert. Statt bislang 24,50 Euro pro Monat bucht PrimaCom den Kunden künftig nur noch 19,90 Euro ab. Kunden des Easy-Tarifes können sich zudem für einen Aufpreis von 25 Euro im Monat eine Flatrate buchen. Dieser Tarif ist der einzige, in dem ein unlimitiertes Datenvolumen möglich ist.

Neu eingeführt wurde ein Internet-by-Call-Tarif für den Kabelanschluss. Der free-Tarif hat keine monatlichen Kosten und beinhaltet einmalig 50 Freistunden. Danach werden pro Minute 1,5 Cent berechnet. Die Bandbreite beträgt hier 128 kBit/s im Down- und 64 kBit/s im Upstream. Wer deutlich mehr Bandbreite im Downstream braucht, für den könnte der neue Tarif primaspeed 4000 interessant sein. Für 69 Euro bekommt der Kunde ein Volumen von 80 Gigabyte, die er mit seiner 4 MBit/s Down- und 256 kBit/s Upstream-Leitung verbrauchen kann.

Ausbau des digitalen Kabels geht weiter

Unterdessen hat PrimaCom angekündigt, noch in diesem Jahr damit zu beginnen, die ersten Wohnungen in Staßfurt und Löderburg an ihr interaktives Glasfaserkabelnetz anzuschließen. Etwa 3,5 Millionen Euro wird das Unternehmen dazu nach eigenen Angaben in die Aufrüstung des Kabelnetzes investieren.

Mehr als 135 000 Wohnungen versorgt der Kabelnetzbetreiber PrimaCom in Sachsen-Anhalt mit TV- und Hörfunkangeboten, davon sind rund 60 000 Wohneinheiten schon jetzt an das Breitbandkabelnetz angeschlossen. Die Interaktivität des Netzes soll bereits Anfang 2005 verwirklicht werden. Das Unternehmen versorgt derzeit etwa 6 500 Haushalte in Staßfurt und 800 Wohnungen in Löderburg mit analogen TV- und Hörfunkprogrammen.

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