Fast problemlos

Kaffee-Röster: Erfahrungen mit dem Tchibo Kompakt-Handy

Zahlreiche Details zum Kompakt-Handy, zur Mailbox und den Features

Das Gesprächsguthaben kann per USSD-Code *101# abgefragt werden. Die Antwort lautet beispielsweise "USSD Info: Ihr Guthaben beträgt 9,08 EUR. Mit einem Dauerauftrag laden Sie jeden Monat ihr Guthaben automatisch auf". Wie das geht, verrät das Telefon nicht, aber die beiliegenden "Erste Schritte"-Anleitung: Einfach eine (kostenlose) SMS mit oder ohne Inhalt an die Rufnummer 63633 schicken. Als Antwort kommt "Guthaben Aufladung: Bitte überweisen Sie mit Verwendungszweck 0176-50xxxxxx-yyyy an Tchibo-Mobilfunk-Tarif, Kto: 667315077, BLZ 70020270, Hypovereinsbank." Die xxxxxx sind die fehlenden Ziffern der Rufnummer und yyyy eine vierstellige Kontrollziffer. Richtet man einen Dauerauftrag ein, besteht keine Gefahr mehr, dass die Karten ungewollt abgeschaltet werden. Mit *102# kann die Lebensdauer der Karte abgefragt werden, unsere Testkarte meldete am ersten Tag "USSD Info: Ihr Guthaben ist noch ein Jahr gültig". Die Tchibo-Läden halten Aufladegutscheine im Wert von 10, 20 oder 30 Euro bereit, man kann sie auch im Internet per E-Mail bestellen. Insider berichten, dass auch normale o2-Loop-Gutscheine gelten sollen. Das konnten wir zum Testzeitpunkt noch nicht verifizieren.

Keine E-Mail-Adresse inklusive

o2-Kunden können sich bei LOOP oder Laufzeitverträgen eine E-Mail-Adresse einrichten, die per SMS auf dem Handy signalisiert wird. Wer sich als Tchibo-Kunde hierfür unter www.o2online.de anmelden möchte, wird abschlägig beschieden, das steht nur für Original-o2-Kunden zur Verfügung. Die Tchibo-Hotline bestätigt, dass dieser Dienst nicht vorgesehen ist.

Nach Auskunft der o2-Pressestelle ist ein Wechsel von Tchibo zu einem Original-o2-Laufzeitvertrag möglich. Dazu muss man einen o2-Shop aufsuchen. Möglicherweise bietet Tchibo später jedoch auch noch Laufzeitverträge an.

Der SIM-Lock

Das Tchibo Handy hat einen SIM-Lock, funktioniert also nur mit der Tchibo-Karte. Auf Wunsch können die Kunden diesen gegen Zuzahlung von 49 Euro aufheben lassen. Auch nach Einlegen einer Original o2-Loop-Karte wurde nach dem "Subnetzcode" gefragt. Dahingegen kann die Tchibo-SIM-Karte in jedem x-beliebigen Handy genutzt werden, sofern dieses keinen SIM-Lock hat. Ein Dualband-Handy ist zu empfehlen, da einige GSM 900-Handys nur dort funktionieren würden, wo das D1-Netz zur Verfügung steht.

Fazit

Das Tchibo-Angebot setzt ein deutliches Signal. Mobiles Telefonieren kann einfach und muss nicht teuer sein. Eine Mailbox macht Sinn und wird auch genutzt, wenn der Angerufene sie kostenlos abhören kann. Wenn es wichtig ist, wird er schon zurückrufen und am Ende haben alle was davon: Der Anrufer kann sein Anliegen los werden, der Angerufene weiß, um was es geht und kann reagieren, der Netzbetreiber schließlich hat Einnahmen, weil das Handy am Ende doch mehr genutzt wird. Wer aber gehofft hat, jetzt für Quasi-Null beliebig Nachrichten (zwischen Mailboxen) austauschen zu können, wird sicherlich enttäuscht sein.

Bleibt zu wünschen, dass die Mitbewerber die Signale der Kaffeebohne erkennen und es bald richtig Bewegung im Mobilfunkmarkt gibt.

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17.10.2004: Tchibo: Kompakt-Handy ausverkauft - Nachschub in Sicht
14.10.2004: Tchibo-SIM-Karten auch ohne Personalausweis
11.10.2004: Tchibo: Am ersten Tag 20 000 Handys verkauft
30.09.2004: Erste Details zum Tchibo-Mobilfunk-Tarif bekannt

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