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D-Netze: Ortsgespräche auch über UMTS

Bei Vodafone werden BestCity-Special-Vorwahlen aber nicht im Handy-Display angezeigt
Von Volker Schäfer

Vor einigen Wochen berichteten wir darüber, dass es bei T-Mobile und Vodafone nicht möglich ist, die Ortstarif-Optionen City bzw. BestCity-Special im UMTS-Netz zu nutzen. Inzwischen stellte sich heraus, dass es lediglich einige technische Probleme gab, die zum Teil auch nur in wenigen Regionen aufgetreten sind.

So wurde einem Vodafone-Kunden in Stuttgart, der im 3G-Netz eingebucht war, ein vermeintliches Ortsgespräch zum Ferntarif abgerechnet. Ferner bemängelten Vodafone-Kunden in verschiedenen Gegenden, dass die Cell Broadcast-Anzeige der jeweiligen Vorwahlbereiche nicht funktioniert, wenn man im UMTS-Netz eingebucht ist. T-Mobile-Kunden u.a. in Osthessen vermissten das akustische Signal, das vor Gesprächsbeginn darüber informiert, dass das Telefonat zum Ortstarif abgerechnet wird.

Nach Rücksprache mit der T-Mobile-Kundenbetreuung konnte der Fehler behoben werden. Die akustische Signalisierung für Ortsgespräche funktioniert somit auch im 3G-Modus. Die Vodafone-Pressestelle erklärte auf Anfrage, der Ortstarif gelte selbstverständlich auch im UMTS-Netz. Allerdings funktioniere hier die Vorwahl-Anzeige nicht. Unter der netzinternen Kurzwahl 22055 hat man jedoch jederzeit die Möglichkeit, sich die Bereiche ansagen zu lassen, für die der Ortstarif gerade gilt.

In Randbereichen eines Vorwahlgebietes kann es naturgemäß vorkommen, dass ein über GSM geführtes Gespräch noch zum Ortstarif abgerechnet wird, während für ein UMTS-Telefonat am gleichen Standort der Ferntarif gilt. Das hängt mit der unterschiedlichen Reichweite der Mobilfunksender und auch damit zusammen, dass es sein kann, dass man je nach Netzstandard an verschiedenen Senderstandorten eingebucht ist. Umgekehrt ist es aber auch denkbar, dass im 3G-Netz an einem Aufenthaltsort der City-Tarif gibt, während im GSM-Netz schon zum Normaltarif abgerechnet wird.