Ankündigung

Versatel will nach BerliKomm-Kauf in Berlin investieren

Marke BerliKomm wird vielleicht beibehalten
Von dpa / Björn Brodersen
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Nach dem Kauf des Berliner Telekommunikations-Anbieters BerliKomm will die niederländische Gesellschaft Versatel ihr Geschäft in der deutschen Haupstadt deutlich ankurbeln. Für schnellere Übertragungstechniken und Werbung sollen bis 2005 einige Millionen Euro investiert werden, teilte Versatel heute mit. Der juristische Sitz der deutschen Holding werde von Dortmund nach Berlin verlegt. Bis Ende 2005 gelte eine Garantie für 150 der 190 Stellen bei BerliKomm, die für 34,6 Millionen Euro gekauft worden war.

Ob die Marke BerliKomm beibehalten werde, solle bis zum Start einer Werbekampagne im Herbst entschieden sein, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Versatel Deutschland, Andreas Heinze. Auf Basis der 34 000 Privat- und Geschäftskunden bei BerliKomm gebe es große Wachstumspotenziale in der Hauptstadt mit ihren 1,8 Millionen Haushalten. Ins Visier nehmen will Versatel auch Bundesbehörden und Botschaften. Die künftige Zahl der Arbeitsplätze bei BerliKomm hänge auch vom weiteren Wachstum ab.

Versatel hatte den Berliner Regionalanbieter Ende Juli von der mehrheitlich landeseigenen Berlinwasser Holding gekauft. Der Übernahme muss noch das Bundeskartellamt zustimmen. BerliKomm mit einem Jahresumsatz von zuletzt 51 Millionen Euro hat ein eigenes Glasfasernetz in der Hauptstadtregion. Die Versatel-Gruppe peilt für 2004 zwischen 570 und 590 Millionen Euro Umsatz in den Niederlanden, Belgien und der Bundesrepublik an. Im vergangenen Jahr lagen die Erlöse bei 462 Millionen Euro. In Deutschland ist Versatel bereits in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg aktiv.

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