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Premiere plant Ausstrahlung über das Internet

Vorerst muss noch Kopierschutz-Problematik gelöst werden

Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD [Link entfernt] ) plant der Bezahlsender Premiere, seine Programme in Zukunft auch über das Breitband-Internet, zum Beispiel DSL, zu senden. Premiere-Chef Kofler sagte der Zeitung, sein Unternehmen wolle demnächst eine entsprechende Plattform auf die Beine stelle. "Wir sind in den nächsten sechs bis zwölf Monaten im Experimentierstadium."

Premiere setzt beim eigenen Angebot auf Kooperationen mit anderen Anbietern eines Breitbandinternetzugangs. Georg Kofler plant dabei eine ähnliche Plattform wie sie bereits heute von T-Online (T-Vision) und Arcor angebotenen werden.

Premiere plant "mehr als nur" Video-on-Demand

In Ergänzung zu den bestehenden Angeboten von T-Online und Arcor setzt Premiere beim eigenen Angebot aber auf eine deutlich breitere Produktpalette. So sollen zum Start des eigenen Internetprogramms vor allem jene Inhalte angeboten werden, die T-Online und Arcor aufgrund fehlender Senderechte derzeit gar nicht anbieten könnten, so Kofler in der FTD. Dabei geht es vor allem um interaktive Spiele und wohl auch um Sportrechte. Schon heute versucht der Münchner Pay-TV-Kanal, sich in allen Rechteverhandlungen diese auch für das Internet zu sichern.

Bei der Verwertung im Internet gibt es allerdings noch eine hohe Hürde zu überwinden: Alle Medienunternehmen, allen voran die Filmindustrie, haben Angst vor unlizensiertem Kopieren, sobald sich die Produkte in digitalisierter Form in einem Datennetz befinden. Daher vergeben diese bislang keine oder nur sehr begrenzte Rechte für die Verbreitung ihrer Filme im Internet. "So lange die Pirateriefrage nicht geklärt ist, wird niemand die Rechte freigeben", so Kofler in der FTD. Weiterhin äußerte er sich allerdings auch optimistisch, dass das Problem in naher Zukunft durch eine wirksame Kopierschutz-Technik gelöst werden könne.