TM3

T-Mobile: Die UMTS-Datenkarte im teltarif-Test

Echte UMTS-Fans kommen bei T-Mobile nicht auf ihre Kosten

Im teltarif-Test:
Die Multimedia Net Card UMTS
von T-Mobile
Offiziell startet T-Mobile die UMTS-Dienste zwar erst Anfang Mai, für interessierte Geschäftskunden gibt es doch bereits seit Anfang April auch bei Deutschlands Mobilfunker Nummer 1 eine Karte für den mobilen Datenturbo. Wir hatten in den letzten Tagen die Möglichkeit, die UMTS-Modemkarte von T-Mobile zu testen.

T-Mobile und Vodafone verwenden unterschiedliche PCMCIA-Karten

Auch wenn das Angebot an sich, UMTS vorerst nur per Datenkarte nutzen zu können, dem des Konkurrenten Vodafone gleicht, unterscheiden sich die UMTS-Modemkarten und die dazugehörige Software doch erheblich voneinander. Während Vodafone eine PCMCIA-Karte der Marke Option von Qualcomm anbietet, liefert T-Mobile seinen Kunden das Modell Novatel Wireless Merlin U530 - ebenfalls von der Firma Qualcomm - aus.

Um mit der Modemkarte online gehen zu können, ist auch bei T-Mobile eine zusätzliche Software notwendig. Die Installation dieser Software - bei T-Mobile Communication Center genannt - verlief auf dem Test-Laptop mit dem Betriebssystem Windows XP Home ohne Probleme. Die Installation der Software an sich ist relativ einfach, dauert aber im Vergleich zur Vodafone-Software deutlich länger. Erfreulich ist, dass ein Neustart des PC nicht zwingend erforderlich ist, wenn man sich an die vorgegebene Installationsreihenfolge hält. Nach der Installation des Communication Center, welches uns in der Version 1.4 vorlag, kann die PCMCIA-Karte eingesteckt und die Software gestartet werden. Diese erkennt die Karte automatisch und richtet sie zur Verwendung ein. Auch im späteren Betrieb kann die Karte im laufenden Betrieb problemlos eingesteckt werden. Die Aktivierung und Initialisierung der PCMCIA-Karte erfolgt durch Start des Communication Center.

Lange Wartezeit bis zum Connect

Nach etwas mehr als einer
Minute ist die Karte bereit
zum Connect.
Zum Vergrößern und für weitere
Ansichten bitte auf das Bild klicken.
Unangenehm fällt auf, dass der Start des Communication Centers und die Aktivierung der Modemkarte sehr lange dauert. Etwa 20 Sekunden dauert es allein, bis man den PIN-Code eingeben kann und danach sind noch einmal gut 40 Sekunden Wartezeit nötig, bis die PCMCIA-Karte vollständig aktiviert, im Netz eingebucht und zum Onlinegehen bereit ist. Hier ist der Vodafone-Kunde deutlich schneller auf die mobile Datenautobahn eingebogen.

Enttäuscht werden vor allem die Kunden sein, welche nur wegen UMTS die Datenkarte bei T-Mobile erworben haben, denn das Thema UMTS wird beim Communication Center von T-Mobile weitestgehend gemieden. Hier ist schon deutlich die TM3-Strategie von T-Mobile zu erkennen, welche für eine Vielzahl von Multimedia-Diensten und -Services steht und Begriffe wie GSM, GPRS, UMTS oder Wireless LAN (WLAN) nicht mehr enthalten soll. In der vorliegenden Software-Version gibt es keine Möglichkeit, das UMTS-Netz als bevorzugtes Netz auszuwählen oder bei einer Einwahl per GPRS ein nachträgliches Umbuchen in UMTS zu veranlassen. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn ein UMTS-Netz vorhanden ist, die Karte sich aber von selbst nicht in dieses einbucht.

Kurios: Anfangs buchte sich unsere D1-Karte stets nur in GPRS ein. Man konnte aber das Einbuchen in UMTS dadurch veranlassen, indem man das Modem erst mit einer D2-U-SIM initialisierte, welche sich stets sofort in UMTS einbuchte. Legte man danach wieder die D1-Karte ins UMTS-Modem, buchte sich auch diese nach der Initialisierung ebenfalls sofort in UMTS ein. Bereits am zweiten Testtag buchte sich die D1-Karte dann auch ohne "Hilfe von D2" in UMTS ein.

1 2 3