Nummer Sicher

T-Mobile und Vodafone wollen GSM-Lizenzen verlängern

Erste Vorgespräche wurden bereits im Bundeswirtschaftsministerium geführt
Von Björn Brodersen

Branchenkenner rechnen nicht damit, dass sich UMTS im laufenden Jahr am Markt durchsetzt. Noch skeptischer sehen anscheinend die Mobilfunkbetreiber die Erfolgschancen des Multimediastandards: Wie die WirtschaftsWoche in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, wollen T-Mobile und Vodafone den Betrieb ihrer D-Netze bis zum Jahr 2017 erneut verlängern. Erste Vorgespräche wurden dazu bereits im Bundeswirtschaftsministerium geführt.

Noch in diesem Jahr wollen die Netzbetreiber eine Verlängerung ihrer GSM-Mobilfunklizenzen durchsetzen. Schon im Januar hatten 14 große europäische Mobilfunkkonzerne wie etwa Nokia, Siemens, T-Mobile und Vodafone dem EU-Telekommunikationsminister einen UMTS-Rettungsplan vorgelegt. Dort plädieren die unterzeichnenden Unternehmen eine Verlängerung der GSM-Lizenzen, weil die bisherige Lizenzfrist "den üblichen Lebenszyklen neuer Technologien" widerspräche. Für die Unternehmen bedeute dies Probleme bei Investitionen. Wie die WirtschaftsWoche weiter berichtet, soll die Übertragungsgeschwindigkeit von GSM mit Hilfe neuer Techniken von jetzt 160 auf 384 Kilobit und damit auf heutige UMTS-Geschwindigkeit erhöht werden.

Auch in einer Umfrage von Mummert Consulting und Inworks unter Fach- und Führungskräften der deutschen Telekommunikationsbranche schnitt UMTS schlecht ab und landete nur im Mittelfeld der wichtigsten Übertragungstechnologien. Die ersten drei Plätze belegten DSL, WLAN und GSM.