Tarife

Time & More bei T-Mobile?

Mobilfunk-Marktführer stellt am kommenden Dienstag neue Preismodelle vor
Von Volker Schäfer

Deutschlands Mobilfunk-Marktführer T-Mobile hat gegenüber der Presse angekündigt, am kommenden Dienstag neue Tarife vorzustellen. Unklar ist allerdings noch, welche Änderungen es konkret geben wird. In Insider-Kreisen wird derzeit spekuliert, dass es im D1-Netz künftig Preismodelle nach amerikanischem Vorbild geben wird. Das berichtete das Handelsblatt in seiner Online-Ausgabe.

In den USA, wo T-Mobile ebenfalls vertreten ist, kauft man in der Regel mit der monatlichen Grundgebühr gleich ein gewisses Minutenkontingent. Die normalen Minutenpreise gelten erst dann, wenn das Inklusivvolumen aufgebraucht ist. Oft locken die US-Mobilfunker Kunden auch mit zusätzlichen Freiminuten am Wochenende oder kostenlosen Gesprächen in bestimmten Zeitfenstern.

In Deutschland gibt es eine ähnliche Preisstruktur derzeit schon bei E-Plus. Wer dort einen Time & More-Tarif nutzt, kauft ebenfalls schon mit der Grundgebühr ein gewisses Minutenkontingent. Seit einigen Monaten lockt der Anbieter im Rahmen eines Aktionsangebots auch mit 1000 zusätzlichen Minuten am Wochenende.

Kritiker argumentieren, dass man niemals genau das Inklusivkontingent ausschöpft und man somit Freiminuten verschenkt oder eben doch mehr als den monatlichen Pauschalpreis zahlt, weil man das Freivolumen überschritten hat.

Allerdings sind auch die herkömmlichen Tarifen nicht ohne Probleme. Ändert ein Kunde sein Telefonierverhalten, so zahlt er als Gelegenheitsuser in einem Profitarif eine zu hohe Grundgebühr oder als Vieltelefonierer in einem Einsteigertarif zu hohe Minutenpreise. Fair ist in diesem Fall die Tarifautomatik, wie sie E-Plus bei seinen Professional-Tarifen anbietet.