Verwirrspiel

Nokia-Akkus: Stiftung Warentest warnt erneut (aktualisiert)

Tester fanden erneut Original-Akkus ohne Kurzschlussschutz
Von Hayo Lücke
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Das Verwirrspiel um die Sicherheit von Akkus aus dem Hause Nokia hält weiter an. Erst vorgestern berichteten wir über einen neuen Test der belgischen Kundenschutzorganisation Test-Aankoop, der belegte, dass Original-Nokia-Akkus entgegen früherer Berichte doch gegen Kurzschlüsse gesichert sind. Die Stiftung Warentest hat nun ihrerseits bekannt gegeben, dass sie in neuen Tests wiederum Akkus ohne Schutz vor Kurzschlüssen entdeckt habe. Das größte Problem ist nach Ansicht der Stiftung Warentest, dass Fälschungen und Originale gleich aussehen.

Ersatzakkus für das Nokia 3210 besonders kritisch

In den neuen Tests wurde insbesondere der Akkutyp BML-3, ein Nickel-Metallhydrid-Akku für das 3210 als "besonders kritisch" eingestuft. Nach Aussagen der Stiftung Warentest wurden alle Ersatz-Akkus dieses Typs in Originalverpackungen gekauft, vier von fünf getesteten Akkus hatten jedoch keinen Kurzschlussschutz. Ebenfalls ohne Kurzschlussschutz: ein BML-3-Akku des Drittanbieters AGI. Der getestete BML-3-Akku von Conrad Elektronik war dagegen sicher.

Auch die Verpackungen sind ein Problem

Ein nicht unentscheidendes Problem sind jedoch auch die Verpackungen, in denen die Akkus zum Verkauf angeboten werden. Die Handyakkus werden meist in so genannten Blisterpackungen aus Pappe und Kuststoff verkauft. Im Handel sind allerdings Verpackungen im Umlauf, die sich öffnen lassen, ohne Beschädigungen zu hinterlassen. Theoretisch ist es so möglich, Original-Akkus gegen Fälschungen auszutauschen. Sicher sind hingegen Akkus, die zusammen mit den Handys selber ausgeliefert werden. Hier wurden von der Stiftung Warentest zwölf Nokia-Akkus überprüft und alle waren gegen Kurzschlüsse geschützt.

Die Stiftung Warentest fordert von Nokia nun, dass im Sinne der Kunden alle Original-Akkus mit fälschungssicheren Merkmalen versehen werden. Ferner werden klare Informationen für die Verbraucher gefordert - zum Beispiel durch einen Kontroll-Service beim Händler.

Von Nokia versprochene Service-Bilder inzwischen veröffentlicht

Ferner hat Nokia inzwischen der eigenen Ankündigung Taten folgen lassen und auf der englischsprachigen Webseite Informationen online zur Verfügung gestellt, mit derer Hilfe man sich informieren kann, wie man Original-Akkus erkennen kann. Hierzu wurden auch einige Fotos online gestellt. Alle Infos können über die Webseite www.nokia.com/battery abgerufen werden.

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