Aufpassen

Drücker überrumpeln mit Telefonverträgen

Werbesendungen werden durch zwei Unterschriften beim Postboten zum Pre-Selection-Vertrag
Von dpa /
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Wem an der Haustür oder der Bushaltestelle günstige Telefonverträge angeboten werden, sollte auf der Hut sein: Derzeit seien Drückerkolonnen von Telefonanbietern unterwegs, die mit unlauteren Tricks Verbrauchern Preselection-Telefonverträge aufdrängen wollten, teilt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz mit. Bei Pre-Selection läuft der Anschluss weiter über die Deutsche Telekom, allerdings gehen alle Orts- und Ferngespräche über die Vorwahl eines vermeintlichen Billiganbieters.

Die Werber der Unternehmen verlangten von überrumpelten Kunden Namen, Anschrift und Unterschrift - angeblich nur zur Bestätigung des Beratungsgesprächs. Tatsächlich werde aber ein Vertrag unterzeichnet. Auch vermeintliche Werbesendungen von Telefonanbietern, die mit zwei Unterschriften dem Briefboten quittiert werden müssten, seien oft versteckte Verträge. Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass Verträge innerhalb von zwei Wochen ohne Begründung schriftlich widerrufen werden können. Der Widerruf sollte am besten als Einschreiben mit Rückschein abgeschickt werden.

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