Fax

Xpedite: Fax-to-Mail wird kostenpflichtig

Kostenlose Alternativen nach wie vor verfügbar
Von / Volker Schäfer

Der bekannte Fax2Mail-Anbieter Xpedite Systems [Link entfernt] in Unterhaching bei München will zum 31. Oktober sein kostenloses Fax-to-Mail-Angebot einstellen und durch einen kostenpflichtig Dienst ersetzen. Xpedite Kunden erhalten eine Münchner Rufnummer. Alle dorthin versandten Faxe werden in eine Grafik-Datei konvertiert und dem Kunden per E-Mail zugeschickt.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen aus dem Nutzerkreis aber auch wegen erheblich gestiegener Betriebskosten seien nun Änderungen notwendig, teilte das Münchner Unternehmen seinen Kunden mit. Der Fax-to-Mail-Service werde in das offizielle Serviceportfolio aufgenommen und unterliege damit "ab sofort den gleichen strengen Qualitätskriterien wie unsere übrigen Kommunikationsdienstleistungen. In diesem Zusammenhang wird auch an die Nutzer des Services keine Werbung mehr versandt."

Kunden, die den Dienst künftig nutzen möchten, können den neuen "Fax-to-Mail-Plus Service" ab sofort für sechs Monate zum Preis von 55 Euro bzw. für ein Jahr Monate zum Preis von 99 Euro bestellen. Bestandskunden, die sich bis Ende Oktober für das neue Angebot entscheiden, zahlen im Rahmen eines Umsteigerangebots für die ersten sechs Monate nur 49 Euro bzw. für das erste Jahr 84 Euro.

Bestandkunden, die den neuen Service nicht nutzen möchten, brauchen nichts zu unternehmen. Xpedite will diesen Kunden automatisch kündigen und den kostenlosen Betrieb zum Jahresende einstellen. Wer auf ein günstiges Fax2Mail Angebot nicht verzichten will, hat aber noch Alternativen.

Zahlreiche Alternativen für Fax2Mail-Kunden

Nutzer des E-Mail-Dienstes GMX, die den Tarif "Pro" oder "Top" wählen, erhalten auf Wunsch eine Münchner Rufnummer ohne Mehrpreis dazu, die mit einer individuellen Ansage versehen werden kann und Sprachanrufe sowie Faxe entgegen nimmt. GMX wandelt die Faxe in das TIF-Format um, wobei mehrseitige Faxe in einer Datei versteckt werden, was mit älteren Grafik-Programme zu Problemen führen kann, und schickt sie an die eigene GMX-Adresse.

Internet-Fans, die Domain-Angebote von 1 & 1 Puretec nutzen, können sich ohne Mehrpreis eine Fax/Sprachmailbox mit Karlsruher Rufnummer einrichten und eine E-Mail-Adresse (POP3 oder Weiterleitung) aus der eigenen Domain als Empfänger dafür einrichten.

Kunden des E-Mail-Dienstes von web.de bekommen auch in der Freemail-Version eine Sprach/Faxmailbox, die unter der Vorwahl 012125 zu erreichen ist. Diese Vorwahl kostet aus dem Festnetz der Telekom 12 Cent pro Minute und ist inzwischen auch aus den meisten Mobilfunk- und ausländischen Netzen zu erreichen. Die ungewohnte Vorwahl dürfte zudem Massen-Fax-Versender (0190-Spam- Faxe) eher abschrecken. Kunden des kostenpflichtigen Club web.de Angebotes können sich auch eine achtstellige Wunschrufnummer einrichten.

Große Internet-Provider wie T-Online und AOL bieten ihren Kunden ebenfalls Rufnummern für den Faxempfang als Zusatzleistung an. Während man bei T-Online eine 01805-Servicenummer erhält, die aus dem deutschen Festnetz für 12 Cent pro Minute zu erreichen ist, handelt es sich bei AOL um eine normale Hamburger Festnetznummer.

Kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen ist die Unified Mailbox aus dem Hause Arcor. Hier bekommt man eine Frankfurter Festnetznummer, die Sprach- und Faxenrufe empfängt und auf eine bei Arcor eingerichtete, ebenfalls kostenlose Mailadresse weiterleitet. Wer diese zusätzliche Mailadresse nicht permanent nutzen und abrufen möchte, kann auch eine Weiterleitung auf einen bestehenden Mailaccount programmieren. Arcor verschickt die Faxe - wie GMX - als TIF-Datei. Auch hier sind mehrere Seiten ggf. in einer Datei zusammengefasst.

Eine weitere kostenlose Alternative ist 2mail2. Hier bekommt man eine Berliner Festnetznummer, die Fax- und Sprachnachrichten aufzeichnet und per E-Mail weiterleitet. Neben dem kostenfreien Basisangebot gibt es auch verschiedene Premium-Dienste, die der Anbieter für ein entsprechendes Entgelt offeriert. Nähere Informationen hierzu sind auf der Homepage des Anbieters zu finden.