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Quam verweist Geschäftsführer von Faircom und DLC new media des Hauses

Provisionszahlungen fraglich - weitere Freischaltungen erfolgen nicht

Herr Roloff von Faircom und Herr Hilger von DLC new media besuchten heute gemeinsam die Zentrale von Quam in München, um die verfahrene Situation bezüglich der Freischaltung der von beiden geworbenen Kunden weiterzubringen. Doch statt eines konstruktiven Gesprächs gab es nur verhärtete Fronten. Nach einiger Zeit wurden beide Geschäftsführer aufgefordert, die Zentrale von Quam zu verlassen. Als diese sich weigerten, unverrichteter Dinge wieder zu gehen, wurde die Polizei geholt und Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet.

Bei ihrem Besuch konnten Herr Roloff und Herr Hilger aber einen Blick auf diverse Kartons mit Anträgen werfen, die sie schon vor Wochen nach München geschickt hatten, und die dort zum größten Teil ungeöffnet und unbearbeitet lagertern. Dass diese noch jemals bearbeitet werden, ist nach der Ankündigung vom Mittwoch mehr als unwahrscheinlich.

Ebenfalls offen ist aber die Frage, ob Quam wenigstens für die bereits aktivierten Verträge Provisionen bezahlen wird. Denn ohne das Geld von Quam können weder Faircom noch DLC new media ihren Verpflichtungen bezüglich der Auszahlungen an die Kunden nachkommen. Angesichts der Zahl der vermittelten Kunden geht es hier um einen hohen einstelligen Millionenbetrag.

Hier erhielten DLC new media und Faircom heute die Auskunft von Quam, sie sollten bezüglich ihrer Ansprüche den Rechtsweg einschlagen. Quam werde erstmal kein Geld überweisen.

Falls Quam nicht zahlt, könnten Faircom und DLC new media eventuell ihren Provisionsanspruch an die Quam-Endkunden abtreten. Diese könnten ihre Forderung gegen Quam dann mit den monatlichen Grundgebühren und Gesprächsentgelten verrechnen. Wenn Quam diese Aufrechnung nicht akzeptiert, ist weiterer Ärger vorprogrammiert.

Quam bestätigte in einem Interview den Besuch durch DLC und Faircom. Diese hätten sich ohne Anmeldung einfach Zugang zum Gebäude verschafft und verlangt, mit dem Geschäftsführer zu sprechen. Da dieser keine Zeit gehabt hätte, und auch kein Termin vereinbart war, seien die insgesamt vier Personen gebeten worden, in einem Raum zu warten. Schließlich seien sie aufgefordert worden, das Haus zu verlassen, was sie verweigerten. Deswegen habe man schließlich das Hausrecht wahrgenommen.

Quam betonte nochmals, nicht insolvent zu sein, und weiterhin den UMTS-Netzaufbau vorantreiben zu wollen. Allerdings sei absehbar, dass sich UMTS verzögere. Vor allem an Endgeräten mangele es. Von daher wolle man die kostenträchtige GSM-Vorabphase nicht weiterführen.

Quam wiederholte auch, dass sich DLC und Faircom nicht an Absprachen gehalten hätten, zum Beispiel bezüglich der Zahl der zu aktivierenden Verträge.