Kein Anschluss unter diesem Passwort

Online-Rechnung der Telekom

Komfortabler Service mit kleinen Startproblemen
Von Guido Klose

Die Deutsche Telekom AG versucht derzeit, ihren Kunden den Umstieg auf die "Rechnung Online" schmackhaft zu machen: Wer sich jetzt dafür entscheidet, seine Telefonrechnung zukünftig im Internet abzurufen, statt diese wie bisher per Briefpost zu erhalten, bekommt bei einer Online-Anmeldung zu diesem Service einmalig 4,80 Euro zusammen mit der nächsten Abrechnung gutgeschrieben.

Außer den eventuell für den Internet-Zugang anfallenden Gebühren entstehen dem Kunden keine weiteren Kosten. Und während die Telekom das Geld für Druck und Versand der Rechnungsdaten spart, kann der Kunde sich über erweiterte Leistungsmerkmale freuen: So ist es zum Beispiel möglich, sich Statistiken über das persönliche Nutzungsverhalten und die Telefonkosten der jeweils letzten 13 Monate online anzeigen zu lassen oder die Daten für die Weiterverarbeitung mit Tabellenkalkulationsprogrammen zu exportieren.

Drei Monate lang kann man das Angebot zunächst unverbindlich testen. In dieser Zeit wird auch die gedruckte Rechnung weiterhin zugestellt. Ist man nicht zufrieden, kann man jederzeit wieder kostenlos auf die Rechnung in Papierform umsteigen. Möchte man hingegen die Online-Variante weiter nutzen, auf eine schriftliche Abrechnung aber trotzdem nicht verzichten, berechnet die Telekom nachfolgend eine monatliche Gebühr von 1,36 Euro. Dieser zusätzliche Nachweis enthält jedoch keine Einzelverbindungsübersicht mehr.

Leider konnte teltarif.de die Online-Rechnung bislang jedoch nicht testen: Zunächst trafen die Benutzerkennung und das Kennwort leider erst knapp drei Wochen nach deren Beantragung ein. Dass diese Daten "aus Sicherheitsgründen" im Abstand von mehreren Tagen mit getrennter Post verschickt werden, ist zwar löblich, der Sinn dieser Maßnahme jedoch insofern zweifelhaft, als dass die Benutzerkennung mit der Kundennummer übereinstimmt, die auf dem Zettel mit dem Kennwort ebenfalls aufgedruckt ist.

Der Zugang zum System wurde allerdings trotzdem verweigert und nach fünf Versuchen schließlich gesperrt. - Ein Anruf bei der Kunden-Hotline brachte dann schnell Klarheit: "Wir hatten da ein kleines Software-Problem. Sie erhalten aber umgehend ein neues Passwort per Post." - Bleibt zu hoffen, dass die Software bei einem unbefugten Versuch, auf vertrauliche Kundendaten zuzugreifen, zuverlässiger funktioniert.