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KPN übernimmt E-Plus komplett

Abschreibung von fast 14 Milliarden Euro auf E-Plus-Beteiligung
Von dpa / Karin Müller
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Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN schreibt auf seine Beteiligung beim drittgrößten deutschen Mobilfunkanbieter E-Plus fast 14 Milliarden Euro ab. Zugleich teilte KPN heute in Amsterdam mit, dass E-Plus komplett übernommen wurde. Die Abschreibung werde die KPN-Bilanz mit 12,4 Milliarden Euro deutlich stärker als bisher erwartet belasten. Zuvor war die hochverschuldete KPN von einer Belastung zwischen neun und elf Milliarden Euro ausgegangen.

Die Abschreibung beläuft sich insgesamt auf 13,7 Milliarden Euro. einen Teil übernimmt jedoch die japanische NTT DoCoMo. Die KPN-Aktie gab in Amsterdam bis zum Nachmittag um 0,94 Prozent auf 5,29 Euro nach.

KPN übernahm wie bereits im Januar angekündigt den noch fehlenden Anteil von 22,51 Prozent an E-Plus von der US-Telekomgesellschaft BellSouth. KPN war über die Mobilfunk-Tochter KPN Mobile bereits seit Dezember 1999 mit 77,49 Prozent an E-Plus beteiligt und hatte sich damals gegen France Télécom durchgesetzt. Der neue Anteil soll direkt von Royal KPN gehalten werden. BellSouth habe als Gegenleistung wie vereinbart 234,7 Millionen neue KPN-Aktien erhalten, teilte das niederländische Unternehmen weiter mit.

Die komplette Übernahme von E-Plus werde die Schulden von KPN um 930 Millionen Euro erhöhen, hieß es weiter. KPN ist nach früheren Angaben bereits mit mehr als 20 Milliarden Euro verschuldet.

E-Plus ist mit nach eigenen Angaben 7,5 Millionen Kunden die Nummer drei auf dem deutschen Markt nach den Branchenführern T-Mobile (D1) und Vodafone (D2).

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