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Netztel nimmt Stellung zum Insolvenzverfahren

"Akquise neuer Investoren gescheitert"

Das angeschlagene Tochterunternehmen Netztel der ebenfalls in Schwierigkeiten befindlichen TelDaFax hat in einer Pressemitteilung Stellung zu dem vorgestern beantragten Insolvenzverfahren genommen. Demnach sei es nicht gelungen, rechtzeitig neue Kapital-Investoren zu finden. Netztel selber habe noch zu wenige Kunden, um als Provider den Break Even zu erreichen. Trotz angefangener Optimierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen seien die Kosten weiterhin höher als die Einnahmen.

Offene Verbindlichkeiten hat Netztel vor allem gegenüber den Netzbetreibern. Mit diesen will Netztel nun über die Fortführung der Geschäfte verhandeln.

Die Netzbetreiber haben hingegen bereits damit angefangen, mit den Kunden von Netztel über die Umstellung der Verträge zu sprechen. Wie in unserem ersten Beitrag zur Netztel-Pleite bereits dargestellt, haben sowohl D1 als auch D2 Infonummern geschaltet, unter denen sich Netztel-Kunden melden sollen.

Bei einem Wechsel zu D1 bzw. D2 wird man aber nach einer Übergangsphase auch die höheren Grundgebühren von D1 bzw. D2 zahlen müssen. Außerdem ist der Wechsel noch nicht möglich, denn eine außerordentliche Kündigung des Netztel-Vertrages ist erst dann möglich, wenn man nicht mehr über Netztel telefonieren kann, oder die Abschaltung zumindest unmittelbar bevorsteht.