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Yellostrom: Internetzugang ohne E-Mail

Die Hotline von Yellostrom - da werden Sie geholfen

Hat man die Einrichtung der Einwahlparameter erfolgreich überstanden, steht dem Online-Vergnügen über das offene Internet-by-Call von Yellostrom eigentlich nichts mehr im Weg - so denkt der unbedarfte User. Aber wenn man nicht nur surfen, sondern auch E-Mail empfangen und versenden will, tauchen ungeahnte Hindernisse auf: Plötzlich geht gar nichts mehr.

Was tut man in so einem Fall? Man ruft zum Beispiel die Hotline an. Dort fragt ein freundlicher Mitarbeiter, was er für einen tun könne. Man erklärt die Situation: dass der Versand von E-Mail nicht funktioniert, und dass vermutlich ein bestimmter Eintrag im Feld "ausgehender Mailserver" getätigt werden muss. Mit diesen Begriffen ist der Mitarbeiter zunächst vollkommen überfordert. Doch nach mehrmaligem Nachfragen begreift er immerhin so viel, dass es sich um ein Problem mit dem Internetangebot von Yellostrom handelt. Prompt vermittelt er an die eigens für solche Probleme vorgesehene Internet-Spezialhotline weiter.

Dort meldet sich wieder eine freundliche Stimme, die einen darüber informiert, dass der Mailversand und -empfang generell nicht auf dem gewöhnlichen Weg funktioniert, sondern dass es dafür eine spezielle Internetseite gibt. Nach der URL dieser Seite befragt, bekommt man folgende Antwort: "http://www.yellostrom.de-yello office-freemail". Auf den Hinweis, dass diese URL nicht richtig sein könne, weil es per definitionem kein Leerzeichen in einer Internetadresse gibt, kommt folgende Antwort: "Das wird aber so in meinem Internet-Fenster angezeigt." Auch die Frage nach einem Link auf der Homepage von Yellostrom, der einen zur gesuchten Seite führt, kann nicht beantwortet werden.

Einige Selbstversuche später - es hat sich herausgestellt, dass die am Telefon genannte URL in Wirklichkeit im Wesentlichen die Reihenfolge der Links ist, die man klicken soll - gelangt man dann endlich zu der richtigen Seite. Hier kann man sich eine kostenlose E-Mail-Adresse registrieren lassen. Damit ist also offenbar doch ein "normaler" E-Mail-Versand möglich, aber nur unter einer yellostrom-Adresse. Nun gut. Dann registrieren wir uns eben.

Hier stellt man schnell fest, dass bei yellostrom offenbar keinerlei Großbuchstaben existieren. Jedenfalls darf man bei der Wahl seines Passworts keine solchen verwenden - sonst bleibt das eben eingerichtete Mail-Account sicher vor jeglichem Zugriff, auch vor dem eigenen.

Schließlich erhält man nach erfolgreicher Anmeldung nähere Informationen zur Benutzung von Yello Office Freemail mit einem externen E-Mail-Programm. Hier steht klipp und klar unter der Überschrift "Server für ausgehende Nachrichten" folgender Text: "Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Provider".

Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn die Frage nach dem ausgehenden Mail-Server war doch eigentlich der ursprüngliche Grund unseres Anrufes bei der Hotline. Von dort wurden wir zu dem Freemail-Dienst verwiesen, der uns nun wieder zur Hotline verweist.

Auch gezieltes Raten hilft nicht weiter. Da Yello sein Internet-Angebot über tesion abwickelt, ist man versucht, "mail.tesion.de" als Server für ausgehende E-Mail zu verwenden. Dieser lehnt aber die Weiterleitung ebenfalls ab, auch dann, wenn man über Yello online ist.

Was bleibt, ist der Wechsel zu einem anderen Provider. Anscheinend ist man bei Yello nicht bereit, einen vollwertigen Internet-Zugang bereitzustellen. Webzugriffe funktionieren zwar einwandfrei, aber E-Mails lediglich über das Web-Interface von "Yello Office Freemail" versenden zu können, ist einfach nicht das Gelbe vom Ei.