Strom

Flatrate per Stromleitung für voraussichtlich 60 Mark im Monat

In Mannheim wird Internet per Steckdose Realität
Von Steffen Pospischil
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In den nächsten Wochen werden die ersten rund hundert Kunden des Mannheimer Energieversorgers MVV Energie AG an den Internetzugang per Steckdose angeschlossen. Da nach Angaben des Unternehmens die Testläufe zur Zufriedenheit absolviert worden sind, können ab Ende August die Bewohner eines Mannheimer Stadtteils den powerline-Service nutzen. Im Laufe des Jahres soll dann eine flächendeckende Versorgung ermöglicht werden.

Der MVV powerlineService kann per Stromnetz rund 190.000 Kunden über den Hausanschluss in Mannheim erreichen. Man verfügt über 4.500 Kilometer Kabel beim Energie-Versorgungsnetz, hinzu kommen 100 Kilometer Glasfaserkabel mit einer Übertragungsleistung von 2,5 Gbits pro Sekunde.

Die Technik von MVV ermöglicht eine 30-fach größere Datentransferrate gegenüber ISDN. Sie schafft eine permanente Verbindung, so dass kein Einwählen notwendig ist. Um das Angebot nutzen zu können, werden folgende Systemkomponenten benötigt: eine Netzwerkkarte im PC, die spezielle Powerline-Software, ein Modem, das vom PC an die Steckdose angeschlossen wird und bei Bedarf ein Repeater zur Signalverstärkung im Hausanschluss.

Die ersten Kunden erhalten powerlineService von der MVV bis zum Jahresende kostenlos. Beim weiteren Ausbau nimmt der Energieversorger monatliche Gesamtkosten für die Kunden von rund 60 Mark an. Im derzeitigen Vergleich mit "normalen" Flatrates per Telefonleitung ein hitverdächtiger Preis. Hinzu kommen allerdings Anschlusskosten, deren Höhe noch nicht feststeht.

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