Zwiespältig

Deutsche Telekom gibt neue Auslandstarife bekannt

Ein Dutzend mal auf Platz 1 der Tariftabelle - aber viele Länder bleiben teuer

Nachdem die teltarif-Redaktion darauf fast eine Woche warten musste, hat die Deutsche Telekom jetzt die vollständige neue Auslandspreisliste bekanntgegeben. Highlights: Andorra, Färöer, Gibraltar, Malta, Monaco, Portugal und San Marino kosten nur noch 24 Pfennig pro Minute sowie Jugoslawien und Kroatien nur noch 48 Pfennig. Für alle genannten Länder bedeutet das ab 1. Februar Platz Eins in der Tariftabelle für die Deutsche Telekom!

Mit dem Sparpaket Aktiv Plus kann man den Preis für die meisten der genannten Länder sogar weiter auf 19 Pfennig pro Minute drücken. Auch Liechtenstein, Luxemburg und Spanien sind mit 19 Pfennig gute Aktiv-Plus-Schnäppchen. Auch viele weitere der neuen Auslandstarife brauchen sich nicht zu verstecken: Puerto Rico für 24 Pfennig oder Bosnien-Herzegowina für 60 Pfennig. Verwenden Sie im Zweifelsfall die Tarifdatenbank, um auch für Ihr Gesprächsziel die neuen Telekom-Preise abzufragen.

Weniger rühmlich: Australien, Hongkong, Japan, Taiwan und Südkorea werden zwar auf DM 1,56 gesenkt, bleiben damit aber immer noch fünf bis zehnmal so teuer wie anderswo. Neuseeland kostet sogar unverändert weiterhin DM 2,16 pro Minute - zwölffach teurer als bei Drillisch!

Der Rabatt "10 plus" entfällt ersatzlos. Bisher machte dieser Auslandsgespräche ab der 11. Minute um 10 bzw. 30% günstiger, je nachdem, ob man einen Analog- oder ISDN-Anschluss hatte. Zwar verbessert der Wegfall von 10 plus die Vergleichbarkeit der Tarife, es handelt sich aber hier auch um eine versteckte Preiserhöhung. In demselben Zusammenhang ist auch der Minutentakt zu nennen, der künftig für alle Länder gilt, die 60 Pfennig oder weniger pro Minute kosten. Dadurch kann eine formale Senkung im Minutenpreis zur effektiven Verteuerung führen, wenn man vor allem kurze Gespräche in das jeweilige Land führt.