Einbußen

Deutsche Telekom: Schrumpfkur im ersten Halbjahr

Weniger Umsatz und weniger Überschuss zur Halbzeit bei der Deutschen Telekom: Dennoch Marktposition behauptet.

Die Deutsche Telekom hat im ersten Halbjahr 1999 an Umsatz und Überschuss verloren. Mit jeweils rund vier Prozent hielt sich der Rückgang aber im abzusehenden Rahmen. Vor allem im Festnetzbereich mußte der Bonner Telefonriese - aufgrund massiver Preissenkungen - rund 19 Prozent Umsatzeinbuße hinnehmen. Dennoch habe die DTAG ihre Marktposition behauptet, heißt es im Halbjahres-Bericht des Konzerns, der heute veröffentlicht wurde.

Bei 16,8 Milliarden Euro Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 1999 (Vorjahr: 17,5) erwirtschaftete der Konzern einen Überschuss von 951 Millionen Euro (Vorjahr: 996 Mio.). Erneut waren ISDN, T-Online und der Mobilfunk die Bereiche mit den größten Wachstumsimpulsen. Im Mobiltelefon-Geschäft konnte die DTAG die Zahl der Kunden um 54 Prozent auf 7,1 Millionen steigern; bei ISDN betrug der Zuwachs 34,5 Prozent: Hier soll dem Vernehmen nach auf der IFA der fünfmillionste ISDN-Anschluß in diesem Jahr präsentiert werden. Mit derzeit rund 3,3 Millionen Kunden bleibt T-Online der führende Online-Provider in Europa. Die Zahlen zeigten, dass die DTAG eine "sehr hohe Wettbewerbsfitness" erreicht habe, sagte Telekom-Chef Ron Sommer.

Sommer sprach darüber hinaus von "ermutigenden Angeboten" im Bieterverfahren zum Verkauf des TV-Kabelnetzes. Der Konzern erwarte erste Vertragsabschlüsse in der zweiten Jahreshälfte, die das Ergebnis positiv beeinflussen dürften. Ferner machte er deutlich, dass die DTAG auch nach einem Börsengang ihrer Tochterunternehmen T-Online und T-Mobil die Mehrheit an beiden Gesellschaften behalten wolle. Der Börsengang sei "rein technisch gesehen in weniger als einem Jahr machbar", kündigte Sommer an.