Feindlich

Telekom-Fusion gescheitert, Olivetti übernimmt Telecom Italia

Das feindliche Übernahmeangebot war erfolgreich. Im Fusionspoker werden also alle Karten wieder neu gemischt.

Der Versuch einer feindlichen Übernahme der Telecom Italia ist erfolgreich gewesen: Der Olivetti-Konzern sicherte sich bis Freitag abend mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals des italienischen Telefonanbieters. Die geplante Fusion mit der Deutschen Telekom scheint damit gescheitert zu sein. Der Aufsichtsrat von Olivetti berät nun über das weitere Vorgehen.

Zur Finanzierung der Übernahme will Olivetti seinen Anteil an dem italienischen Mobilfunkbetreiber Omnitel an den deutschen Telekom-Konkurrenten Mannesmann Arcor verkaufen. Olivetti gab am Freitag bekannt, dass die EU-Kommission diesen Verkauf genehmigt habe.

Die Deutsche Telekom reagierte zurückhaltend auf die feindliche Übernahme der Telecom Italia. Telekom-Sprecher Hans Ehnert erklärte am Freitag abend in Bonn, die Deutsche Telekom müsse die veränderte Lage bei der Telekom Italia nun intern und mit den italienischen Gesprächspartnern analysieren und dann die notwendigen Schritte einleiten. Die Deutsche Telekom halte an ihrer Internationalisierungs- und Globalisierungstrategie fest und werde diesen Weg konsequent weitergehen. Ob sein Unternehmen sich jetzt anderen möglichen Partnern zuwenden werde, wollte Ehnert nicht sagen.

Im Fusionspoker werden also die Karten neu gemischt.

-bm-