Rechnung

MobilComs Kapazität

MobilCom - der Preisbrecher am Telefonmarkt in Deutschland - mit überlasteten Vermittlungskapazitäten
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In den Medien ist die Schuld an dem MobilCom-Debakel (dauerbesetzte Leitungen) oft der Telekom gegeben worden: Diese hat statt der beauftragten Kapazitäten für 100 000 Gespräche pro Stunde nur 20 000 geliefert. Gut, die verminderte Kapazität ist Fakt. Aber wie so üblich haben viele die Pressemeldungen abgeschrieben und nur wenige nachgerechnet: Die Nutzung des MobilCom-Angebots macht 21 Stunden am Tag Sinn, da zwischen 2 und 5 Uhr der noch billigere Telekom-Nachttarif gilt. Also kann MobilCom bei einer angeforderten Kapazität von 100 000 Gesprächen pro Stunde maximal 2,1 Millionen Gespräche pro Werktag abfertigen.

Diesen 2,1 Millionen möglichen Telefonaten stehen fast 80 Millionen mögliche Telefonkunden gegenüber, nämlich alle Deutschen, die zumindest ab und zu auch mal ein Ferngespräch führen. Die Zahl der Telefonanschlüsse beträgt 42 Millionen. Mit anderen Worten: Wenn alle Deutschen mit MobilCom sparen wollen, dann dauert es 38 Tage, bis jeder einmal dran war! Diese Zahl gilt für den Fall, daß endlich die volle Kapazität installiert ist, was im Februar passieren soll. So lange Mobilcom nur mit 1/5tel Kraft fährt, gibt es höchstens ein Gespräch auf 190 Tage.

Trotzdem macht MobilCom das 19-Pfennig-Angebot, obwohl jeder Techniker mit einer Überschlagsrechnung problemlos ermitteln könnte, daß die Kapazität niemals reicht. Man hat also die Überlastung zumindest in Kauf genommen.

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