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iPhone und iPad: Beim App-Kauf ist Vorsicht geboten

iPhone- und iPad-Besitzer sollten darauf achten, dass Apps mit iOS 11 kompatibel sind. Leider ist das nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Es gibt aber Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann.
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Voraussichtlich am 12. September wird Apple seine diesjährige iPhone-Generation vorstellen. Gleichzeitig wird die finale Version von iOS 11 erwartet, die - wenn Apple am Zeitplan der vergangenen Jahre festhält - eine Woche später an Endverbraucher verteilt wird. Bereits frühzeitig wurde bekannt, dass es sich um ein Betriebssystem handeln wird, das 32-Bit-Apps nicht mehr unterstützen wird. Nutzer entsprechender Anwendungen erhalten schon seit Monaten entsprechende Display-Einblendungen, wenn sie ein betroffenes Programm öffnen. Dennoch stehen auch heute noch zahlreiche Applikationen im AppStore bereit, die nicht für 64-Bit-Systeme und demnach nicht für iOS 11 geeignet sind. Wie sich im Test mit den Beta-Versionen des neuen Betriebssystems auf dem iPhone 7 Plus und dem iPad Pro 9.7 gezeigt hat, erhalten die Nutzer nach dem Update in der Tat nicht mehr den bisher üblichen Hinweis, nach dem die App mit künftigen iOS-Versionen nicht mehr nutzbar sei. Stattdessen wird nur noch ein Popup-Fenster auf dem iPhone-, iPad- oder iPod-touch-Display angezeigt, nach dem der Entwickler die App aktualisieren muss, um sie unter iOS 11 funktionsfähig zu machen.

Unter dem neuen Betriebssystem werden betroffene Apps im AppStore gar nicht erst angezeigt - derzeit aber sehr wohl, sofern der Nutzer nicht auf die Beta-Version des neuen Betriebssystems umgestellt hat. Genau das ist die Gefahr, denn unter den nicht mit der neuen Firmware kompatiblen Programmen befinden sich auch zahlreiche Kauf-Apps. Sprich: Der Kunde kauft unter Umständen eine Anwendung, die er nur kurze Zeit nutzen kann - es sei denn, er verzichtet vorerst auf den Umstieg auf iOS 11.

64-Bit-Kompatibilität wird nicht angezeigt

Viele Apps mit iOS 11 nicht kompatibelViele Apps mit iOS 11 nicht kompatibel Wie die Kollegen von iPhone-Ticker berichten, ist es bei den Beschreibungen zu den Programmen im AppStore nicht ersichtlich, ob das Tool mit dem neuen Betriebssystem lauffähig ist oder nicht. Ein Anhaltspunkt können die Veröffentlichung nicht vor Februar 2015 oder eine Aktualisierung seit Juni 2015 sein. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es indes nicht. Betroffene Kunden haben allenfalls die Möglichkeit, sich nachträglich von Apple den Kaufpreis erstatten zu lassen. Das ist über die Webseite reportaproblem.apple.com möglich.

Wie Business Insider berichtet, sind nach wie vor rund 187 000 Anwendungen, die im AppStore zum Download bereitstehen, nicht für 64-Bit-Systeme und somit nicht für die Nutzung unter iOS 11 geeignet. Das seien acht Prozent aller iPhone-Apps. Das iPhone 5S war 2013 das erste Smartphone von Apple mit einem 64-Bit-System. Parallel kam seinerzeit mit dem iPhone 5C noch ein letztes 32-Bit-Modell auf den Markt.

Übrigens: Ein Update für die App von teltarif.de ist bereits in Arbeit, so dass diese künftig auch mit iOS 11 kompatibel sein wird. In einem Ratgeber haben wir weitere Details zum Thema AppStores für Handy-Software zusammengestellt.

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