BrandZ-Studie

Apple wieder wertvollste Marke der Welt

Dank der erfolgreichen iPhone-6-Modelle ist Apple wieder die wertvollste Marke der Welt. Danach folgen Google, Microsoft und IBM. Die wertvollste deutsche Marke ist SAP, danach folgt die Deutsche Telekom.
Von dpa / Marie-Anne Winter
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Der iPhone-Hersteller Apple hat sich den Platz als wertvollste Marke der Welt in der jährlichen BrandZ-Studie zurückgeholt. Das Marktforschungsunternehmen Millward Brown errechnete für den iPhone-Konzern einen Markenwert von knapp 247 Milliarden Dollar. Mit dem Sprung von 67 Prozent verdrängte Apple den Internet-Riesen Google, der im vergangenen Jahr den Spitzenplatz erklommen hatte, auf den zweiten Rang. Millward Brown erklärte den Zuwachs beim Markenwert von Apple heute vor allem mit dem Erfolg des iPhone 6. Den Wert der Marke von Google sehen die Experten bei 173,6 Milliarden Dollar.

Die zehn wertvollsten Marken kommen demnach alle aus den USA. Microsoft liegt dabei auf dem dritten Rang vor IBM. Klassische Konsumgüter-Marken wie Coca-Cola, McDonald's und Marlboro rutschten dagegen ans untere Ende der Top 10. Dort atmet ihnen bereits Online-Konkurrenz aus China in den Nacken. Auf Rang elf sieht Millward Brown den Internet-Konzern Tencent und auf dem 13. Platz die Handelsplattform Alibaba. Dazwischen liegt noch ein amerikanischer Online-Gigant: Das Netzwerk Facebook, dessen Markenwert sich binnen eines Jahres verdoppelt haben soll.

Als wertvollste Marken aus Deutschland sehen die Marktforscher SAP auf Rang 24, die Deutsche Telekom (27. Platz), BMW (34.) und Mercedes-Benz (43.).

Das Beratungsunternehmen Interbrand erstellt eine ähnliche Rangliste, die jeweils Anfang Oktober veröffentlicht wird. Dort führt Apple vor Google und dem langjährigen Spitzenreiter Coca-Cola.

Apple-Designer Jony Ive steigt auf

Dank dem iPhone 6 ist Apple wieder die wertvollste Marke der Welt.Dank dem iPhone 6 ist Apple wieder die wertvollste Marke der Welt. Der britische Designer Jony Ive gehört bis heute zu den Schlüsselfiguren von Apple und war maßgeblich an der Gestaltung der Produkte des iPhone-Herstellers beteiligt. Er galt als einer der engsten Vertrauten des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Auch nach dessen Tod ist Ive als Chef-Designer die treibende Kreativ-Kraft des Unternehmens und inzwischen auch für die Gestaltung der grafischen Benutzeroberfläche der Software zuständig. Besonders augenfällig wurde Ives Einfluss zuletzt im neuen, flachen Design des Betriebssystems iOS.

Zur Legende wurde sein Design-Konzept des iMac, mit dem sich Apple Ende der 90er Jahre aus einer existenzbedrohenden Krise befreien konnte. Es war eines der ersten Projekte, die der 1997 in das Unternehmen zurückgekehrte Steve Jobs in die Wege leitete. Mit seinen bunten, knubbeligen Geräte-Entwürfen brachte Ive das Unternehmen wieder zurück auf die Erfolgsspur. Später trug er die Verantwortung für das Design aller Geräte des Konzerns.

Jony Ive kam 1967 in London zur Welt und studierte zunächst an der polytechnischen Universität in Newcastle Produktdesign. Nach dem Abschluss begann er seine Karriere im Londoner Designstudio Tangerine. In dieser Zeit kam der erste Kontakt zu Apple zustande. Das kalifornische Unternehmen engagierte ihn zunächst als Berater, 1992 zog Ive dann komplett zur Firmenzentrale nach Cupertino.

Reduktion auf das Wesentliche

Als erstes Projekt entwarf der heute 48-Jährige in Kalifornien das Design von Apples Newton. Die Gestaltung des iPods, mit dem Apple in den Folgejahren die Musikindustrie umkrempelte, stammt ebenfalls aus Ives Feder. Alle seine Konzepte durchzieht als gemeinsamer Nenner die Reduktion auf das Wesentliche. In seiner minimalistischen Formensprache ließ sich Ive Zeit seines Lebens von dem deutschen Industriedesigner Dieter Rams inspirieren, der viele Jahre Chefdesigner von Braun war. Seine Faszination teilte er mit Apple-Chef Steve Jobs.

Ive sind Star-Allüren fremd, er lässt sich allerdings gerne von einem Chauffeur in seinem Bentley kutschieren. Der Autofan legt stets viel Wert auf seine Privatsphäre. In seiner Zeit bei Apple wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2003 wurde der Brite vom Design Museum London zum Designer des Jahres ernannt, was ihm den Titel "Royal Designer for Industry by The Royal Society of Arts" einbrachte. 2012 schlug ihn Prinzessin Anne im Buckingham Palace als Sir Jonathan zum Ritter. Mehrfach wurde Ive als einflussreichster Designer bezeichnet. Ive ist seit 1987 mit der britischen Historikerin Heather Pegg verheiratet, das Paar lebt mit seinen Zwillingen in San Francisco.

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