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Apple TV+ beendet Corona-Drossel: Jetzt wieder 4K HDR

Nach Netflix steht auch Apple TV+ wieder in 4K HDR zur Verfü­gung. Die Strea­ming-Drossel wurde wieder aufge­geben. Wirk­lich nötig war diese eigent­lich nie.

Apple TV+ wieder in 4K HDR Apple TV+ wieder in 4K HDR
Foto: Apple, Montage: teltarif.de
Apple hatte im März - wie viele seiner Mitbe­werber - die Qualität seines Video­strea­ming-Dienstes deut­lich redu­ziert. Damit wollte der Konzern dazu beitragen, dass Internet-Knoten nicht über­lastet werden. Während des Lock­downs im Rahmen der Corona-Krise haben viele Leute ihren Arbeits­platz ins Home Office verlegt und mit Kollegen beispiels­weise per Video­kon­fe­renz kommu­ni­ziert.

Die EU-Kommis­sion forderte die Strea­ming­dienste zur Daten-Drossel auf, um Über­las­tungs­er­schei­nungen bei den Internet-Provi­dern zu vermeiden. In der Praxis zeigte sich, dass es zum Beginn des Lock­downs einen kurz­zei­tigen größeren Anstieg des Daten­ver­kehrs im Fest­netz gab. Später pendelte sich die Nutzung nach Angaben von Telefónica auf einem nur gering­fügig höheren Wert als normal ein. Das dürfte bei anderen Tele­fon­ge­sell­schaften ähnlich gewesen sein.

Nun sind die Corona-Maßnahmen gelo­ckert worden und auch die Strea­ming­dienste gehen wieder dazu über, ihre Inhalte in der von den Nutzern gewohnten Qualität auszu­strahlen. Wie berichtet hatte Netflix schon vor einigen Tagen begonnen, Spiel­filme und Serien wieder unge­dros­selt zu streamen. Jetzt folgt Apple TV+. Kunden haben nun wieder 4K-HDR-Qualität zur Verfü­gung.

Apple redu­zierte Qualität beson­ders stark

Apple TV+ wieder in 4K HDR Apple TV+ wieder in 4K HDR
Foto: Apple, Montage: teltarif.de
Bei Netflix fiel die Redu­zie­rung der Strea­ming-Band­breite in der Regel gar nicht sonder­lich auf. Das war bei Apple TV+ anders. Einem heise-Bericht zufolge hatte Apple teil­weise sogar die Stan­dardauf­lö­sung unter­schritten und nur 670 Bild­punkte in der Verti­kalen über­tragen. Je nach Video-Inhalt fielen Arte­fakte sehr unan­ge­nehm auf.

Mit Disney+ star­tete ausge­rechnet während der Corona-Krise sogar ein neuer Strea­ming­dienst - eben­falls mit zunächst redu­zierter Band­breite. Dafür hatten Anbieter wie DAZN, die ihr Geld mit der Über­tra­gung von Live-Sport­events verdienen, vermut­lich kaum Zulauf. Mangels Live-Sport­ver­an­stal­tungen, die statt­fanden, waren vornehm­lich Sendungen aus der Konserve zu sehen. Erst mit dem Come­back der Fußball-Bundes­liga meldet sich auch DAZN wieder mit Live­über­tra­gungen zurück.

Die Strea­ming-Drossel, die es in den vergan­genen Wochen auch bei Amazon Prime Video, YouTube und anderen Diensten gab, hört sich im ersten Moment schlimmer an, als sie in der Praxis ist. In einem Hinter­grund­ar­tikel haben wir aufge­zeigt, was sich bei der Strea­ming-Qualität wirk­lich geän­dert hatte.

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