Ausprobiert

Apple TV: Die neue Streaming-Box im kurzen Hands-On

Seit Ende Oktober ist das neue Apple TV erhältlich. Wir haben uns das Gerät einmal angesehen. Im Hands-On-Test erfahren Sie unter anderem, welche Apps es bereits gibt und in welchen Punkten die Streaming-Box nicht überzeugen kann.
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Apple TV und Siri RemoteApple TV und Siri Remote Seit Ende Oktober ist das Apple TV der vierten Generation im Handel erhältlich. Das neue Modell ist etwas größer als die bisherige Version und bietet erstmals auch einen AppStore. Interessenten haben die Wahl zwischen der Streaming-Box mit 32 GB Speicherplatz, die in Deutschland für 179 Euro verkauft wird, und dem Modell mit 64 GB Speicherkapazität, das für 229 Euro verkauft wird.

Das neue Apple TV ist damit deutlich teurer als beispielsweise das Amazon Fire TV, das aktuell für 99,99 Euro verkauft wird und anders als das Apple TV nicht auf Full-HD-Auflösung begrenzt ist, sondern auch Inhalte in 4k wiedergeben kann. Sollte man trotzdem zum Apple TV greifen? Wir hatten die Möglichkeit, uns das Gerät im Frankfurter Apple Retail Store einmal kurz anzusehen.

Sprachsteuerung dank Siri Remote

Die neue Set-Top-Box von Apple sieht fast genauso aus wie das bisherige Modell. Nur etwas größer ist sie geworden. Die wesentlich größere Veränderung gibt es bei der Fernbedienung, die dank Siri Remote per Spracheingabe bedient werden kann. Das klappte im kurzen Test nur teilweise, was wiederum mit der hohen Umgebungslautstärke im Apple Store zusammenhängt.

Aber auch abseits von Siri Remote hinterlässt die Fernbedienung, die unter anderem ein kleines Touchpad bietet, einen guten Eindruck. Die Tasten haben einen besseren und deutlicheren Druckpunkt als bei der Fernbedienung der früheren Apple-TV-Modelle. Die Menüführung ist intuitiv und generell halten sich die Unterschiede der Benutzeroberfläche gegenüber dem Apple TV der dritten Generation in Grenzen.

Erstmals AppStore auf dem Apple TV

Wesentliche Neuerung gegenüber früheren Apple-TV-Modellen ist das tvOS-Betriebssytem, das auch einen AppStore auf die Streaming-Box bringt. Beim Apple TV der zweiten Generation ist seit dem Frühjahr nicht einmal mehr YouTube nutzbar, beim Apple TV der dritten Generation, das nach wie vor als Einsteiger-Modell für 79 Euro verkauft wird, können zwar nicht benötigte Anwendungen ausgeblendet, aber keine neuen Apps installiert werden.

Im AppStore für die aktuelle Version der Streaming-Box haben wir auch schon einige Inhalte entdeckt, die für deutsche Kunden von Interesse sein könnten. Dazu gehören unter anderem Apps der Fernsehsender Arte, n-tv und ZDF. Dazu kommen Zattoo und eine Anwendung, die sich "Deutsches Live Fernsehen" nennt, aber anders als der Content der Mitbewerber gleich 9,99 Euro kostet.

Gaming Controller als Zubehör erhältlichGaming Controller als Zubehör erhältlich Auch die Video-Streaming-Portale Netflix und Watchever haben wir im AppStore gefunden. Dazu kommen beispielsweise Apps für die Webradio-Nutzung, wobei sich die Frage stellt, warum man Radio unbedingt mit dem Fernseher hören sollte. Auswahl und Installation der Applikationen erfolgt ähnlich wie bei iPhone und iPad.

Das neue Apple TV soll auch als Spielekonsole dienen. Mit dem A8-Prozessor soll die Box genügend Rechenleistung mitbringen. Ob das wirklich so ist, lässt sich im Rahmen eines kurzen Tests aber noch nicht sagen. Passendes Zubehör bietet Apple mit dem SteelSeries Nimbus Wireless Gaming Controller bereits an. Das Gerät schlägt mit 59,95 Euro zu Buche.

Neues Apple TV: Erfolg steht oder fällt mit Apps

Das neue Apple TV ist ein würdiger Nachfolger für die bisherigen Streaming-Set-Top-Boxen des amerikanischen Herstellers. Das Gerät hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Über den Erfolg der Misserfolg werden nicht zuletzt die verfügbaren Apps entscheiden und hier bleibt abzuwarten, was von den Entwicklern zu erwarten ist. Immerhin sind die ersten spannenden Anwendungen bereits verfügbar.

Kritikwürdig ist der hohe Verkaufspreis in Verbindung mit der Tatsache, dass Apple bei seiner neuen TV-Box nicht auf die allerneueste Hardware gesetzt hat. So fehlt die Unterstützung für 4k-Videos und als Prozessor kommt der von iPhone 6 und iPhone 6 Plus bekannte A8-Chip zum Einsatz, der immerhin schon etwas älter als ein Jahr ist.

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