iPhone-Ankauf

iPhone 13 kaufen: Lohnt sich Apples Trade-In-Service?

Die neuen iPhones sind teuer. Der Kauf­preis kann redu­ziert werden, in dem ein altes iPhone bei Apple einge­tauscht wird. Doch lohnt sich das über­haupt?

Die iPhone-13-Serie hat sich nun auf dem Markt breit gemacht. Die Tele­fone des Apple-Konzerns sind zwar auch nicht mehr von dem massiven Preis­ver­fall von Smart­phones geschützt, in der Regel dauern güns­tigere Preise und Ange­bote für iPhones aber länger als bei den Andro­iden.

Es gibt nun verschie­dene Möglich­keiten, den Preis für ein neues iPhone zu redu­zieren. Sie könnten sich beispiels­weise für die Zahlung im Rahmen eines Mobil­funk­ver­trags entscheiden. Das kann unter Umständen güns­tiger sein, als das iPhone direkt voll zu bezahlen. Ein Beispiel: Der Mobil­funk­ver­trag o2 Free M mit 20 GB Daten­volumen pro Monat kostet für Neukunden 29,99 Euro monat­lich über eine Mindest­ver­trags­lauf­zeit von 24 Monaten. Der Vertrag kann auch mit einem iPhone 13 Pro kombi­niert werden. Einmalig kostet das Modell 1 Euro, die monat­lichen Kosten über 24 Monate erhöhen sich auf 74,99 Euro. Die Kosten für das Smart­phone belaufen sich also auf 45 Euro pro Monat. Mal 24 Monate genommen ergibt sich somit ein Betrag von 1080 Euro plus 1 Euro einma­liger Gerä­tepreis. Die UVP für das iPhone 13 Pro mit 128 GB liegt bei 1149 Euro, weshalb das Vertrags-Kombi-Angebot in diesem Beispiel güns­tiger ist. Aller­dings ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass in den kommenden zwei Jahren der Markt­preis von knapp 1080 Euro für das iPhone 13 Pro unter­boten wird. iPhone 13 Pro Max iPhone 13 Pro Max
Foto: teltarif.de
Am Ende ist es ein Pro und Contra. Wer gar keinen Vertrag benö­tigt, muss sich ohnehin nach einer anderen Spar-Option umsehen. Apple bietet in seinem Online-Store die Möglich­keit an, beim Kauf eines iPhone 13 ein altes iPhone-Modell einzu­tau­schen und somit den Kauf­preis zu redu­zieren.

Wir haben uns den Trade-In-Service ange­schaut und mit denen anderer Ankauf­por­tale vergli­chen. Was lohnt sich mehr?

Apple Trade-In: Lohnt sich das?

Datenblätter

Wir schauen uns ein Beispiel an: In der Redak­tion nutzen wir ein iPhone 11 Pro Max mit 64 GB interner Spei­cher­kapa­zität. In der "Apple-Store"-App, die auf dem iPhone vorin­stal­liert ist, können Handys, Tablets, Smart­wat­ches und Co. des Konzerns gekauft werden. Dort sind auch die mit der Apple-ID verknüpften Geräte hinter­legt, wie das iPhone 11 Pro Max.

Test­weise möchten wir ein iPhone 13 Pro Max mit 128 GB Spei­cher in "Graphit" kaufen. Nach der Auswahl von Modell und Spei­cher werden wir gefragt, ob wir ein iPhone zum Eintau­schen haben. Beim Klick auf "ja" wird sofort auf das iPhone 11 Pro Max verwiesen, für das es bis zu 380 Euro bei einem bestä­tigten "guten Zustand" geben soll. Das bedeutet, dass alle Tasten und die Kameras funk­tio­nieren müssen. Das Gehäuse darf keine Dellen und Kratzer aufweisen, und der Touch­screen und die Rück­seite aus Glas sind unbe­schä­digt. Der Kauf­preis für das iPhone 13 Pro Max redu­ziert sich auf 869 Euro. Das klingt in jedem Fall attrak­tiver als 1249 Euro und könnte schnell dazu verleiten, den Trade-In-Service in Anspruch zu nehmen. Es gibt aber noch Alter­nativen in Form von Ankauf­por­talen. Wir haben die dort ange­botenen Preise für das iPhone 11 Pro Max mit dem des Apple-Trade-In-Service vergli­chen.

Vergleich mit Ankauf­por­talen

Apple Trade-In Apple Trade-In
Bild: Apple, Screenshot: teltarif.de
Vergleicht man den Apple-Trade-Preis mit denen von Ankauf­por­talen, stellt man schnell fest, dass die Ange­bote teil­weise deut­lich höher sind. Es kann sich also unter Umständen lohnen, dort einen Blick zu riskieren. Für das iPhone 11 Pro Max bietet beispiels­weise das Portal Flip4New nach Angabe eines sehr guten Zustandes noch 470 Euro, bei rebuy sind es knapp 444 Euro, und wirkau­fens bietet sogar rund 486 Euro (Zustand gut).

Bei beiden Möglich­keiten - Apple Trade-In und andere Ankauf­por­tale - gibt es aller­dings keine Garantie, dass Verkäufer den zuvor ange­zeigten Preis auch tatsäch­lich erhalten. Denn das Gerät wird von den Experten zunächst geprüft, Abwei­chungen sind bei einer anderen Bewer­tung also möglich. Wer sich für den Trade-In-Service von Apple entscheidet, bekommt nach dem Kauf des neuen iPhones eine E-Mail mit entspre­chender Anlei­tung. Inner­halb von 14 Tagen muss das Eintausch­gerät an Apple geschickt werden, anschlie­ßend wird der Zustand geprüft.

Ältere Modelle prüfen

Das älteste Modell, das vom Apple-Trade-In-Service akzep­tiert wird, ist das iPhone 6s mit 16 GB Spei­cher. Apple bietet bis zu 10 Euro dafür. Der Aufwand lohnt sich unserer Meinung nach nicht. Da ist es unter Umständen sinn­voller, das iPhone zu behalten und noch für andere Zwecke wie Musik­wie­der­gabe oder als Gerät für den Notfall zu nutzen. Ande­rer­seits ist es im Sinne der Wieder­ver­wert­bar­keit besser, dass Smart­phone auch für wenig Geld einzu­senden, statt es unge­nutzt zu lassen.

Bei den anderen Ankauf­por­talen sind die Ange­bote für das in die Jahre gekom­mene Modell auch nicht wirk­lich attraktiv. Hier ist je nach Anbieter der Zustand des Modells entschei­dend. Ein iPhone 6s mit 16 GB in gutem Zustand kann bei wirkau­fens über 23 Euro bringen, ist der Zustand nur "in Ordnung" redu­ziert sich das Angebot bereits auf unter 10 Euro. Bei "In Ordnung" und "gut" macht Flip4New keinen Unter­schied und bietet knapp über 10 Euro, bei rebuy ist derzeit kein Ankauf für das Modell möglich.

Unsere Empfeh­lung

Wenn Sie sich für ein neues iPhone inter­essieren und Ihr altes gleich­zeitig loswerden möchten, empfehlen wir Ihnen, sich etwas Zeit zu nehmen und für Ihr Modell sowohl den Apple-Trade-In-Service als auch andere Ankauf­por­tale durch­zuspielen. Dort können die Ange­bote wie am Beispiel des iPhone 11 Pro Max teil­weise deut­lich höher ausfallen.

Details zum iPhone 13 Pro Max, iPhone 13 Pro und iPhone 13 mini lesen Sie jeweils in einem ausführ­lichen Test­bericht.

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