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Smartwatch-Alternativen: Geht's auch unter 100 Euro?

Die Apple Watch ist wohl die am meisten verkaufte und teuerste Smartwatch im Markt. Doch nicht jeder will 300 Euro und mehr für eine Smartwatch ausgeben. Geht es auch unter 100 Euro?
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Mal ehrlich: Eine Smartwatch wäre ja schon schick. Da gibt's den Marktführer, die Apple Watch, die aktuell als Serie 3 vorliegt und in Kürze von der Serie 4 abgelöst wird. Preislich beginnen diese stark gefragten Uhren bei ca. 330 Euro, im Shop der Telekom oder bei Vodafone starten die Preise sogar bei knapp 450 Euro (ohne Vertragsbindung). Hier und da kann man noch Uhren der Serie 1 oder 2 neu erwerben, wobei die Neupreise mit rund 250 Euro immer noch relativ "hoch" liegen. Weiterer Nachteil: Wer eine Apple Watch nutzen will, braucht dazu zwingend ein iPhone, was ebenfalls alles andere als günstig ist. In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, ob es für Freunde einer Smartwatch eine echte Alternative zur Apple Watch gibt, die auch preislich im Rahmen bleibt, beispielsweise unter 100 Euro.

Android oder doch nicht? Samsung und Huawei

Im Größenvergleich: Apple Watch 3, 42mm (links) und Lenovo Watch X (rechts)Im Größenvergleich: Apple Watch 3, 42mm (links) und Lenovo Watch X (rechts) Samsung-Fans könnten sich eine Samsung Gear zulegen, die sogar unter iOS auf einem iPhone nutzbar ist. Diese kostet etwa 300 Euro. Denkbar wäre auch eine Huawei Smartwatch, die unter Android läuft und etwas günstiger zu haben ist, als eine Samsung Gear. Wir haben uns aber 100 Euro als magische Grenze gesetzt.

Umschauen im Netz

Wenn man sich eine Smart Watch außerhalb des "Mainstreams" zulegen will, muss man sich im Fachhandel oder im Internet genauer umschauen. Im Netz stößt man schnell auf Versandhändler wie die Firma Pearl, die sich auf bezahlbare Elektronik aus Fernost konzentriert haben. Diese Geräte genügen nicht immer allerhöchsten Ansprüchen, sind dafür aber preislich oft unschlagbar günstig. Ein wichtiger Aspekt: Der Händler sitzt in Deutschland, den Geräten liegen alle notwendigen Papiere wie die Konformitätserklärung bei. Der Kunde kann und darf davon ausgehen, dass die Geräte die gängigen technischen Vorschriften einhalten, wozu auch das Vorhandensein einer deutschsprachigen Bedienungsanleitung und die Anmeldung zum nach EU-Richtlinie vorgeschriebenen Entsorgungsverfahren WEEE (Waste of Electrical and Electronic Equipment) gehört, denn alle Elektronik segnet irgendwann einmal das Zeitliche und soll nicht unkontrolliert auf dem Müll landen. Shops aus dem Nicht-EU-Ausland kennen diese Vorschriften oft gar nicht oder ignorieren sie einfach.

Die Sache mit dem Zoll

Bei der weiteren Suche finden sich schnell Angebote aus Fernost, die teilweise über deutsche Importeure, teilweise direkt aus dem EU- oder eher aus dem Nicht-EU-Ausland kommen. Hier kommt ein gewisser "Thrill-Faktor" im Spiel, ob zum Gerätepreis vielleicht noch Einfuhr-Umsatzsteuer ("Zoll") dazu kommt? Bringt der Briefträger das Päckchen irgendwann direkt nach Hause, verlangt er noch Gebühren oder muss in einer möglicherweise weit entfernten oder nur schwer zu erreichenden Außenstelle des Zolls vorgesprochen werden? Liegen dem Gerät dann alle notwendigen Papiere bei?

International aktive Großhändler wie Gearbest (mit deutscher Homepage, aber ohne korrektes Impressum) besorgen so ziemlich alles an aktuellen Handys und Zubehör aus China. Ein noch relativ unbekannter Händler mit deutscher Webseite ist cafago.com, der bei Insidern bereits als Geheimtipp gilt. Die deutschsprachige Homepage benötigt sprachlich noch etwas "Nachhilfe", verrät uns aber unter "Kontaktieren uns" (sic!) eine Post-Adresse in England, dazu Telefonnummern für Frankreich und die USA - sie hat also Ansprechpartner in Europa.

Wir haben uns schließlich für fünf Smartwatches entschieden, die zum Preis von teilweise deutlich unter 100 Euro erhältlich sind. Welche Uhren das sind und was sie leisten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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