Musik

Bericht: Apple will Shazam über­nehmen

Laut Medienberichten will Apple den hinter der Musikerkennungssoftware Shazam stehenden Anbieter übernehmen und so seine Marktposition stärken.
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Shazam ist eine beliebte Software, mit der sich Musik, die man beispielsweise gerade im Radio hört, identifizieren lässt. Vor allem auf dem Smartphone wird die in der Basisversion kostenlose App von vielen Interessenten genutzt. Die Trefferquote ist dabei sehr groß, so dass die Anwendung Interessenten dabei hilft, den gesuchten Song etwa zur Spotify-Playlist hinzuzufügen oder bei iTunes zu kaufen.

Nun deutet sich ein Eigentümerwechsel an, wie das Handelsblatt berichtet. Demnach hat ein mit den Plänen vertrauter Insider Medienberichte bestätigt, nach denen Apple an der Übernahme von Shazam Interesse zeigt. Schon bisher kooperieren die Firmen miteinander. So sind die Shazam-Funktionen auch über die Sprachassistentin Siri verfügbar, die beispielsweise bei iPhone und iPad vorinstalliert ist.

Mit einer Übernahme könnte Apple in Zukunft die Geschicke von Shazam lenken, vor allem aber auch seine Position im hart umkämpften digitalen Musikmarkt stärken, bei dem einige Anbieter gerade wieder mit Sonderangeboten locken. Der hauseigene Streamingdienst Apple Music ist nach wie vor "nur" die Nummer zwei. Die Abonnentenzahlen liegen noch immer deutlich hinter denen des Mitbewerbers Spotify.

400 Millionen Dollar als Kaufpreis im Gespräch

Steht Shazam vor einer Übernahme durch Apple?Steht Shazam vor einer Übernahme durch Apple? Dem Bericht zufolge soll der Kaufpreis für Shazam bei 400 Millionen US-Dollar liegen. Keine Angaben gibt es bislang dazu, wann eine mögliche Übernahme von Shazam durch Apple erfolgen könnte. Ebenfalls noch keine Informationen gibt es dazu, ob der mögliche Kauf unmittelbare Auswirkungen auf die Funktionen der Musiksuche-App hat.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Apple-Manager Jimmy Iovine kritisch zur Musikstreaming-Branche geäußert. Er argumentierte, mit Musik-Flatrates sei kaum Geld zu verdienen. Das sei für Branchengrößen wie Apple, Google oder Amazon unproblematisch, da diese Unternehmen noch weitere Standbeine hätten.

Eine düstere Zukunft sah der Apple-Manager hingegen für Anbieter wie Spotify, die einzig und allein die Musik-Flatrate vermarkten würden und dazu kaum exklusiven Content hätten, der nicht auch bei anderen Musikstreaming-Anbietern verfügbar sei. In einer weiteren Meldung haben wir bereits darüber berichtet, wie der Apple-Manager die Zukunft der Musikstreaming-Branche sieht.

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