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Shazam: EU-Kommission überprüft Apples Übernahme-Pläne

Für mehr als 400 Millionen Euro will Apple den Musikerkennungsdienst Shazam übernehmen. Allerdings scheint die EU damit nicht zufrieden zu sein und will als Kontrollmaßnahme vorher die geplante Übernahme untersuchen.
Von dpa /
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Die EU-Wettbewerbshüter wollen wegen erheblicher Bedenken die Übernahme der Musik-Erkennungs-App Shazam durch den US-Konzern Apple unter die Lupe nehmen. Vorbehaltlich des Ergebnisses einer umfassenden Prüfung sei sie der Auffassung, dass die Fusion erhebliche negative Auswirkungen auf den Wettbewerb in Europa haben könnte, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Apple müsse die Übernahme nun zur Genehmigung anmelden.

Die Shazam-App kann über den Zugriff auf die Mikrofone eines Smartphones den Namen des Liedes anzeigen, das gerade in der Umgebung gespielt wird. Dafür wird die Aufnahme mit einer Datenbank aus allen möglichen Musiktiteln auf den Shazam-Servern abgeglichen. Der iPhone-Hersteller Apple hatte Ende des vergangenen Jahres die Übernahme bestätigt, ohne einen Preis zu nennen. Medien­berichten zufolge lag er bei 400 Millionen US-Dollar.

Grenzwertige Übernahme

ShazamApples Übernahme von Shazam wird noch mal untersucht. Nach Angaben der EU-Kommission lag die Übernahme unter den nach EU-Recht geltenden Umsatz-Schwellenwerten. Die EU-Wettbewerbshüter sind bei Firmen­zusammenschlüssen unter anderem zuständig, wenn der weltweite Umsatz aller Beteiligten zusammen mindestens 5 Milliarden Euro beträgt und zumindest zwei der beteiligten Firmen in der EU einen Umsatz von jeweils 250 Millionen Euro aufweisen.

Der EU-Kommission zufolge hatte Apple das Vorhaben zur Genehmigung in Österreich angemeldet, wo es den nationalen Anmelde-Schwellenwert erreichte. Österreich verwies den Fall daraufhin an Brüssel. Eine ganze Reihe von Ländern, darunter Frankreich und Schweden, schlossen sich dem Antrag an.

Shazam wurde 1999 gegründet. Finanziert wurde das Projekt unter anderem durch Werbung, die in der App angezeigt wird. Zusätzlich wird der Dienst von Anbietern der gefundenen Inhalte entlohnt, sofern ein Nutzer nach erfolgreicher Erkennung den jeweiligen Titel bei iTunes oder einem anderen Musik-Shop in digitaler Form kauft.

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