Rauswurf

Neue iPhones: Keine LTE-Modems mehr von Qualcomm

Trotz höherer Geschwindigkeiten als bei den Modems der Konkurrenz, verzichtet Apple beim nächsten iPhone auf das Verbauen von LTE-Modems von Qualcomm und sattelt um.
Von Dominik Haag
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Bereits Anfang 2018 sorgte eine Entscheidung der Europäischen Kommission für Aufsehen, denn der Chiphersteller Qualcomm sollte wegen Wettbewerbsverstößen eine Strafe in Höhe von fast einer Milliarde Euro zahlen. Grund: Das Unternehmen soll sich mit Bestechungsgeldern Apples Zuneigung erkauft haben. Jetzt sorgt der Chipkonzern mit einer weiteren Nachricht für großes Erstaunen und wieder fällt auch der Name Apple.

Modems der Konkurrenz für kommende iPhone-Generation

AppleDie alten iPhone-Generationen tragen noch Qualcomm Modems. Der High-Tech-Gigant aus Cupertino hat sich nämlich dazu entschlossen, für die mutmaßlich drei kommenden iPhone-Modelle keine LTE-Modems mehr von Qualcomm zu verwenden. Das berichtete der Finanzchef von Qualcomm, George Davis, bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal 2018: "Wir gehen davon aus, dass Apple für die nächste iPhone-Generation einzig auf Modems der Konkurrenz statt auf unsere setzen wird." Für Qualcomm dürfte dieser Schnitt einen noch nicht vorauszusehenden Umsatzrückgang bedeuten. Der lachende Dritte ist in dem Fall Intel.

Das Unternehmen, das zuletzt dank seines 50. Bestehens Grund zum Feiern hatte, produziert ein XMM 7560 genanntes LTE-Modem, welches bis zu 1 GBit/s im Downstream erreichen soll. Für Intel dürfte dieser Schritt einen starken Umsatzanstieg bedeuten, denn obwohl bereits für den deutschen Markt Modems von Intel in den iPhones verbaut wurden, in denen für den US-Markt waren es bislang ausschließlich LTE-Modems von Qualcomm. Die Markterweiterung dürfte mehrere zehn Millionen mehr verkaufte Chipsätze bedeuten und sich mehr als positiv auf den zukünftigen Quartalsbericht auswirken.

Doch immerhin wird Qualcomm auch in Zukunft noch Modems für ältere Generationen wie zum Beispiel das iPhone 7 Plus liefern. Zumindest solange die Nachfrage nach diesen Geräten noch vorhanden ist und sie dementsprechend produziert werden.

In einer weiteren Meldung berichten wir über eine wesentlich positivere Nachricht aus dem Hause Qualcomm.

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