Preisabsprachen

Apple: Schlappe im Streit um E-Book-Preise

Im Berufungsverfahren um den Vorwurf wettbewerbswidriger Preisabsprachen bei E-Books hat Apple eine Schlappe erlitten. Ein New Yorker Gericht bestätigte die Vorwürfe.
Von Marie-Anne Winter mit Material von dpa
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Apple hat das Berufungsverfahren um den Vorwurf wettbewerbswidriger Preisabsprachen bei E-Books verloren. Das Urteil einer New Yorker Richterin wurde in der zweiten Instanz mit der Mehrheit von zwei der drei Stimmen bestätigt, wie das Gericht mitteilte.

Die Richterin Denise Cote schrieb in ihrer Entscheidung, dass Apple sich mit Verlagen zusammengetan habe, um die Preise für E-Books nach oben zu treiben. Die Absprachen seien nur deshalb so erfolgreich gewesen, weil der mächtige Apple-Konzern diese ganze Verschwörung organisiert habe.

Apple hingegen sieht sich laut All Things D zu Unrecht verfolgt: "Wir haben nichts Unrechtes getan und werden diese Entscheidung anfechten." Apple habe mit seinem iBook-Store keine Preise festlegen oder nach oben treiben, sondern im Gegenteil das Amazon-Monopol brechen und den Kunden mehr Auswahl ermöglichen wollen.

Apple wollte eigenen E-Book-Store

Apple verliert Berufungsverfahren um E-Book-PreiseApple verliert Berufungsverfahren um E-Book-Preise Der Fall begann mit einer Klage des US-Justizministeriums gegen Apple und fünf Verlage. Als Apple im Frühjahr 2010 zur Markteinführung seines iPad auch einen E-Book-Store starten wollte, war Amazon die dominierende Kraft in dem Geschäft. Der Online-Händler verkaufte die elektronischen Büchern zum Teil mit deutlichen Rabatten. Apple bot den Verlagen hingegen ein sogenanntes "Agentur-Modell", das im Kern der deutschen Buchpreisbindung ähnelt: Sie selbst bestimmten den Preis der E-Books. Mit Rückenwind des Apple-Deals setzte die Buchbranche das System auch bei Amazon durch.

Das US-Justizministerium warf Apple und den Verlagen daraufhin im April 2012 vor, mit illegalen Absprachen höhere Preise durchgesetzt zu haben. Die Buchkonzerne legten den Konflikt mit Vergleichen bei. Apple ließ dagegen auf einen Prozess in New York ankommen - und verlor. Der Konzern musste unter anderem einen vom Gericht eingesetzten Aufseher zulassen.

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