Musiknetzwerk

iTunes 10 bringt mit Ping das Musik-Netzwerk auf iPhone und iPod

Social Network von Apple verknüpft Musikdienste mit sozialen Netzwerken
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Ab kommender Woche werden die iPods der jüngsten Generation im Handel erhältlich sein. Mit iTunes 10 hat Apple bereits jetzt eine aktuelle Version der Medienverwaltungssoftware für Windows und MacOS X kostenlos zum Download bereitgestellt. Wichtigstes neues Feature des Programms ist die Einbindung von Ping [Link entfernt] , einem appleeigenen sozialen Netzwerk für Musik. Wir haben den Zusatzdienst von iTunes ausprobiert.

Apple lässt den Nutzer entscheiden, wieviel er über sich verrät

Ping-ScreenshotPing - Apples iTunes-Netzwerk Bevor Ping nach der Installation von iTunes 10 zum ersten Mal genutzt werden kann, muss der Dienst zunächst freigeschaltet werden. Dazu loggt man sich mit dem eigenen iTunes-Konto unter dem Menüpunkt Ping ein, um anschließend das öffentlich sichtbare Profil zu konfigurieren. Wichtige Angaben zur Person wie beispielsweise Wohnort, Vor- und Nachnamen übernimmt Ping zwar ungefragt aus den Angaben des iTunes-Accounts. Sie können aber manuell entfernt, verändert sowie um weitere Informationen oder ein Profilfoto ergänzt werden. Um später Leute zu finden, die den eigenen Musikgeschmack teilen, lassen sich bis zu drei bevorzugte Genres aus einer Liste anwählen.

Alle Angaben können nachträglich problemlos geändert werden. Im letzten Schritt der Freischaltung legt der Nutzer fest, ob Musik, die ihm gefällt oder von ihm bewertet wurde, für andere im Profil einsehbar sein soll. Außerdem entscheidet er darüber, ob ihm andere Ping-User folgen können. Und schon kann es losgehen.

Vieles erinnert an Twitter: User folgen ihren Stars und Freunden

Ping-ScreenshotPing-Anmeldung
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Auf der Startseite listet Ping Künstler bzw. Bands wie z.B. Lady GaGa, Linkin Park und U2 auf, die den neuen Dienst von Apple nutzen, um mit ihren Fans in Kontakt zu treten. Ein Klick auf das Profilbild verrät dann, was die Lieblingsmusiker einem mitzuteilen haben oder welche Lieder sie selbst gerne hören. Vieles erinnert dabei an Twitter, denn damit einem in Zukunft keine wichtigen Infos entgehen, kann man den Künstlern ähnlich wie beim bekannten Microblog folgen.

Alle News von ihnen werden fortan auf der Startseite von Ping angezeigt. Aber nicht nur Künstlern, sondern auch den Nutzern des Dienstes kann gefolgt werden, die vergleichbare Musik mögen. Man erfährt auf diese Weise zum Beispiel, welche Songs ihnen im iTunes-Store gefallen oder welche sie gekauft haben. Es ist möglich direkt in Ping die ersten 30 Sekunden der Lieblingssongs und der Einkäufe der anderen Nutzer anzuhören und gegebenenfalls die eigene Meinung dazu zu schreiben. Mitteilungen von Künstlern können ebenfalls diskutiert oder einfach an alle Follower gepostet werden, was ungefähr der Retweet-Funktion von Twitter entspricht. Mit der iTunes-App geht das auch auf dem iPhone von unterwegs.

Fazit: Keine neue Idee, aber ein neues Konzept

Die Idee, die hinter Ping steht, ist nicht neu. Portale wie MySpace.com oder simfy.de haben längst Musikdienste mit sozialen Netzwerken verknüpft. Bei Last.fm kann der Nutzer sogar seinen "musikalischen Nachbar" aus dem Nutzerverhalten ermitteln lassen und sich mit ihm über seine Präferenzen beim Musikhören austauschen.

Neu an Ping ist aber das Konzept, dass das soziale Netzwerk zum integralen Bestandteil einer Software macht, ohne die grundsätzlich eine sinnvolle Nutzung von iPhones und iPods nicht möglich ist. Ob das allerdings ausreicht, um sich in der Reihe der etablierten sozialen Netzwerke behaupten zu können, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.

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