Fortschrittlicher Stylus

Apple Pencil könnte bald Farben und Oberflächen erkennen

Ausge­feilte Sensoren würden einem künf­tigen Apple Pencil die Fähig­keit verleihen, Farben und Struk­turen zu erkennen. Dadurch ergeben sich viel­sei­tige Möglich­keiten.

Mit einer Farb- und Ober­flä­chen­erken­nung könnte der Apple Pencil in Zukunft noch produk­tiver werden. Spezi­elle Sensoren sollen nicht nur Kolo­rie­rungen und Struk­turen, sondern auch Licht­emis­sionen regis­trieren. Entspre­chende Über­legungen hegt der Hersteller, wie ein kürz­lich entdecktes Patent belegt. Beispiels­weise für krea­tive Aufgaben wie Zeich­nungen und Skizzen würde ein solcher Einga­bestift einen großen Mehr­wert bedeuten. Farben und Ober­flä­chen ließen sich akkurat von physi­schen Objekten über­nehmen. Ferner könnte das Verfahren Menschen mit Sehbe­ein­träch­tigung oder Farben­blind­heit unter­stützen.

Hat der nächste Apple Pencil hoch­moderne Sensoren?

Wird der Nachfolger des Apple Pencil 2 (Foto) noch schlauer? Wird der Nachfolger des Apple Pencil 2 (Foto) noch schlauer?
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Im Herbst 2015 präsen­tierte Apple den ersten Pencil während der Produkt­vor­stel­lung diverser iPads. Inzwi­schen ist die zweite Gene­ration des cleveren Einga­bestifts erhält­lich. Demnächst könnte das Werk­zeug noch ausge­feilter agieren, sofern ein jüngst publi­ziertes Patent reali­siert wird. Patently Apple stieß auf das Doku­ment US 20220413636 A1. Jenes veröf­fent­lichte die nord­ame­rika­nische Patent­behörde USPTO. Beschrieben wird ein Apple Pencil, welcher mit einem Umge­bungs­licht­sensor und einer iner­tialen Mess­ein­heit ausge­stattet ist. Patentskizze des cleveren Stylus Patentskizze des cleveren Stylus
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Das Farb­sen­sor­system erkennt Farben von Objekten, ergän­zend lassen sich Ober­flä­chen regis­trieren. Für letz­tere Abtas­tung findet die iner­tiale Mess­ein­heit Verwen­dung. Sie ermit­telt die Winkel­ori­entie­rung zwischen dem Stylus und dem Objekt. Zudem ist von einer Analyse von Licht­emis­sionen die Rede. Die damit mögli­chen Messungen sollen drahtlos an ein iPad über­tragen werden. Auf diese Weise ließen sich authen­tische Farben und Struk­turen von Vorlagen digi­tali­sieren. Künstler, Zeichner und Desi­gner hätten mit einem solchen Zubehör ein mäch­tiges Werk­zeug.

Poten­zielles Hilfs­mittel für beein­träch­tigte Menschen

Die akku­rate Abtas­tung von Farben, Ober­flä­chen und Licht mit einem Apple Pencil wäre nicht nur im beruf­lichen Alltag hilf­reich. Personen mit einer Sehschwäche, senso­rischen Schwäche oder Farben­blind­heit könnten eben­falls von den Messungen profi­tieren. So ließen sich mit passender Soft­ware beispiels­weise Kleider oder Möbel trotz der körper­lichen Beein­träch­tigung gezielt auswählen. Da Apple bereits zuvor diverse Ansätze zur Barrie­refrei­heit verfolgt hat, wäre dies ein denk­bares Einsatz­gebiet. Ob und wann ein solcher Pencil erscheint, bleibt aller­dings abzu­warten.

Apropos Einga­bestift: Oppos Find N2 kann auch mit einem Stylus bedient werden.

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