Design-Patent

Patent: Apple lässt Design des Macbook Air schützen

Probleme für Ultrabooks dürten die Folge sein
Von Steffen Herget
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Apple schlägt eine neue Seite in dem mittlerweile sehr dick gewordenen Buch der Patent-Geschichten auf. Diesmal geht es nicht um das iPhone oder iPad, sondern um das Macbook Air und dessen Intel-basierte Konkurrenz, die Ultrabooks. In dem in dieser Woche eingereichten US-Patent mit der Bezeichnung D661,296 möchte sich der Konzern aus Cupertino nichts geringeres schützen lassen als die keil- oder tropfenförmige Form seines leichten und flachen Notebooks. Dieses Design-Patent fällt sehr allgemein aus, so dass auf den ersten Blick bereits einige der aktuellen Ultrabooks, etwa die neuen Asus Zenbooks oder die bestehenden Modell von Acer, davon betroffen sein könnten.

Keilform des Macbook Air soll geschützt werdenKeilform des Macbook Air soll geschützt werden Das US-Magazin The Verge hat einige Grafiken aus dem originalen Patent-Antrag (PDF-Download hier) mit Erklärungen versehen, welche Gestaltungsmerkmale des Gehäuses vom neuen Patent D661,296 tatsächlich betroffen sein. So ist die durch die durchgezogenen Linien gekennzeichnete Form des Macbook Air dem Willen von Apple nach besonders geschützt, die gestrichelt dargestellten Teile können ggf. auch anders gestaltet sein, aber trotzdem gegen das Design-Patent verstoßen. Wenn das Patent so genehmigt wird, soll es eine Gültigkeit von 14 Jahren bekommen. Wie strikt Apple selbst das Patent durchzusetzen gedenkt, bleibt abzuwarten. Die Vergangenheit zeigt allerdings, dass der Hersteller aus Cupertino seine Rechte kompromisslos durchzusetzen versucht.

Ultrabooks nehmen langsam Fahrt auf

Design des Macbook Air im Patent-Antrag von AppleDesign des Macbook Air im Patent-Antrag von Apple Das Macbook Air von Apple erschien über ein Jahr früher als die ersten Ultrabooks und gilt weitläufig als Design-Vorbild für die flachen Rechner mit den Intel-Chips. Auf der diese Woche stattfindenden Computex in Taiwan präsentieren viele große Hersteller ihre neuen Ultrabooks, die mit der aktuellen Chip-Generation Ivy Bridge von Intel ausgestattet sind. Nachdem die Preise für die Einstiegsmodelle mittlerweile auf deutlich unter 1 000 Euro gefallen sind - es gibt bereits Ultrabooks für rund 700 Euro - steigen langsam auch die Verkaufszahlen. Leidtragender der Ultrabooks dürften die deutlich günstigeren, aber leistungsschwächeren Netbooks sein, die bereits durch den Tablet-Boom sinkende Verkaufszahlen erlitten haben.

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