Musik-Streaming

Apple Music und iTunes Match: Massive Probleme für die Kunden

Apple Music macht aus DRM-freier Musik kopiergeschützte Dateien. Auch die Playlisten-Nutzung sorgt für Probleme. Wir berichten darüber, warum Apple Music nicht parallel mit iTunes Match genutzt werden sollte und welche Lösung der Hersteller anbietet.
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Ende vergangener Woche haben wir ein Fazit nach einem Monat Nutzung von Apple Music gezogen. Abgesehen von den noch fehlenden Features berichten Anwender aber auch von größeren Problemen - beispielsweise wenn parallel zum neuen Musik-Streaming-Dienst auch iTunes Match genutzt wird.

iTunes Match gibt es bereits seit mehreren Jahren. Der Dienst synchronisiert die eigene digitale Musiksammlung über alle Computer, bei denen iTunes mit der gleichen Apple-ID genutzt wird. Auch an iPhone, iPad und iPod touch lässt sich der Cloud-Dienst nutzen. Dabei ist die Musiksammlung derzeit auf 25 000 selbst hochgeladene Songs begrenzt. Dazu lassen sich alle Dateien abspielen, die über iTunes erworben wurden.

Diesen Vorteil bietet iTunes Match

Probleme bei Apple MusicProbleme bei Apple Music Das Spannende an iTunes Match: Der Dienst stellt die Dateien auf allen verbundenen Geräten DRM-frei zur Verfügung. Dabei werden die Musikstücke in der bei iTunes üblichen Qualität von 256 kBit/s im Format AAC+ angeboten, sofern die Titel in der Datenbank von Apple vorhanden sind. Das gilt auch in dem Fall, dass der Nutzer die Dateien zuvor nur in niedrigerer Auflösung besessen hatte.

Auch bei Apple Music können bis zu 25 000 eigene Musiktitel einbezogen und auf allen mit der gleichen Apple-ID genutzten Geräten abgespielt werden. Hier sind die heruntergeladenen Dateien aber nicht DRM-frei. Wird das Abonnement für Apple Music gekündigt, so lassen sich die Songs nicht mehr abspielen - außer auf dem Computer, auf dem die Originaldateien liegen.

Apple Music und iTunes Match parallel genutzt

Was aber passiert, wenn ein iTunes-Match-Kunde nun zusätzlich Apple Music abonniert? Dies wird von Apple offiziell angeboten und umgekehrt lässt sich iTunes Match auch zu einem bestehenden Apple-Music-Abonnement hinzubuchen. Kunden beklagen, dass ihre selbst erworbene Musik plötzlich den gleichen Status bekommen hat wie die über Apple Music gestreamten Titel. Sprich: Die Downloads sind mit DRM versehen und die Dateien sind ohne Apple-Music-Abo wertlos.

Mit der Veröffentlichung der iTunes-Version 12.2.1 hat Apple dieses Problem für die meisten Kunden behoben. Einige Anwender klagen aber immer noch über "DRM-verseuchte Musik". Nach einer Abmeldung bei Apple Music verschwinden die entsprechenden Dateien nach Nutzer-Berichten dann aus der eigenen Musiksammlung. Dabei stellt sich allerdings die Frage, inwieweit die betroffenen Kunden Apple Music lediglich ausgeblendet oder wirklich gekündigt haben, zumal der Dienst bekanntlich eine dreimonatige kostenlose Testphase bietet, die für erste Nutzer am 30. September endet.

Auf Seite 2 lesen Sie, wie Apple Music und iTunes Match dafür gesorgt haben, dass die Musik teilweise gar nicht mehr genutzt werden konnte und welchen Ratschlag der Apple-Support betroffenen Kunden derzeit an die Hand gibt.

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