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Bericht: Apple Music streamt bald auch in Hi-Res Audio

Apple Music will sich künftig durch eine bessere Soundqualität von anderen Streaming-Diensten abheben. Wir berichten über die technischen Details und darüber, welches Gerücht zum iPhone 7 nun neue Nahrung bekommt.
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Im Sommer hat Apple seinen eigenen Musik-Streaming-Dienst gestartet. Obwohl Apple Music deutlich später als viele Mitbewerber auf den Markt kam, rechnen Branchenbeobachter damit, dass sich der Dienst längerfristig als Nummer zwei hinter dem aus Schweden stammenden Spotify etablieren kann. Derzeit verfügt Apple Music nach eigenen Angaben über 6,5 Millionen zahlende Kunden. Spotify zählt mehr als dreimal so viele Abonnenten.

Im kommenden Jahr will Apple die Zahl der Abonnenten seiner Musik-Flatrate zumindest verdoppeln. Dabei ist der amerikanische Technologie-Konzern derzeit auf der Suche nach exklusiven Features, die es so bei der Konkurrenz nicht gibt und die demnach einen Anreiz darstellen könnten, sich für das Streaming-Angebot von Apple zu entscheiden.

So wirbt Apple Music beispielsweise mit Taylor Swift, deren Musik bei den Mitbewerbern nicht zu bekommen ist. Grund: Anders als bei Apple Music gibt es bei Spotify und Deezer auch die Möglichkeit, Musik-Streaming kostenlos und werbefinanziert zu nutzen. Das lehnen Künstler wie Taylor Swift oder auch Herbert Grönemeyer ab. Umgekehrt weigert sich beispielsweise Spotify bislang auch, bestimmte Inhalte bei seinem Gratis-Angebot auszublenden.

Apple Music bald mit 96 kHz und 24 Bit?

Apple Music bald in besserer Qualität?Apple Music bald in besserer Qualität? Apple Music will aber neben Inhalten auch durch eine bessere Übertragungsqualität punkten. So berichtet das japanische Onlinemagazin Mac Otakara, die Amerikaner planten, ihr Streaming-Angebot im kommenden Jahr auch in einer höherwertigen Qualität anzubieten als die Mitbewerber. Hi-Res Audio lautet hier das Stichwort. Anstelle der standardmäßigen Abtastung mit 44 kHz und 16 Bit seien 96 kHz und 24 Bit vorgesehen.

Derart hochwertige Audioübertragungen gibt es in der Musik-Streaming-Welt derzeit bereits bei Tidal. Der Anbieter spricht von "verlustfreier High-Fidelity-Soundqualität", lässt sich das Angebot aber auch entsprechend bezahlen. Mit einem Monatspreis von 19,99 Euro nach einem kostenlosen Test-Monat ist doppelt so hoch wie bei den meisten Mitbewerbern.

Ob auch Apple Music höhere Preise für Hi-Res Audio ansetzt, ist nicht bekannt. Allerdings soll die bessere Tonqualität bei iPhone, iPad und iPod touch nur über den Lightning-Port, nicht aber über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer zur Verfügung stehen. Denkbar wäre, dass Apple für die Nutzung des High-End-Angebots eigenes Zubehör auf den Markt bringt. Vor allem aber schürt die mögliche Beschränkung von "Apple Music HD" auf den Lightning-Ausgang erneut Gerüchte, nach denen der Hersteller beim iPhone 7 gänzlich auf die herkömmliche Klinkenbuchse verzichtet.

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