Länder-Vergleich

Apple Music: Sind Deutsche Kunden zweiter Klasse?

Apple Music bietet in den USA mehr als doppelt so viele Radio-Spartenkanäle wie in Deutschland an. Wir haben das Angebot in beiden Ländern miteinander verglichen.
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Seit dem 30. Juni ist Apple Music in mehr als 100 Ländern weltweit verfügbar. Auch Deutschland gehört zu den Staaten, in denen der Musik-Streaming-Dienst direkt zum Start verfügbar war. In den USA gab es zwei Vorläufer von Apple Music schon seit geraumer Zeit. Dabei handelt es sich zum einen um iTunes Radio, einen kostenlosen Dienst, der - wie das heutige Apple Music - in die Musik-App von iPhone, iPad und iPod touch integriert wurde. Dazu kommt Beats Music, das wir vor einigen Wochen bereits einem Test unterzogen haben.

Für Beats-Music-Kunden unterbreitet Apple derzeit Umstiegsangebote zu Apple Music, während iTunes Radio in Apple Music aufgegangen ist. Wie die anderen Veranstalter von Musik-Flatrates, zu denen beispielsweise Spotify, Deezer und Napster gehören, verfügt auch Apple Music über eine Radio-Funktion. Hier sind verschiedene Musik-Spartenkanäle zu hören. Diese Musikformate sind weltweit Bestandteil von Apple Music und dennoch gibt es Unterschiede, wie sich im Test gezeigt hat.

Test mit verschiedenen Apple-IDs

Apple Music in Deutschland und in den USA im VergleichApple Music in Deutschland und in den USA im Vergleich Wir haben die Radiokanäle von Apple Music mit drei verschiedenen Apple-IDs getestet. Dabei handelte es sich zum einen um einen deutschen iTunes-Account, mit dem wir auch die dreimonatige kostenlose Testphase der Musik-Flatrate von Apple in Anspruch genommen haben.

Mit einem zweiten deutschen Zugang haben wir uns bewusst gegen den Probelauf von Apple Music entschieden und bei der dritten Apple-ID handelt es sich um einen amerikanischen Account, bei dem wir ebenfalls nicht die Gratis-Testphase des Streaming-Dienstes abgeschlossen haben.

Diese Angebote waren im Test verfügbar

Mit dem ersten Zugang hatten wir im Test vollen Zugriff auf Apple Music. Das verwundert nicht denn die Testphase ist ja dazu bestimmt, dass die die Nutzer die Möglichkeit haben, das komplette Angebot des Streaming-Dienstes kennenzulernen, so dass sie sich möglicherweise dazu entscheiden, den Zugang auch nach dem ersten Vierteljahr zu behalten.

Mit der deutschen Apple-ID ohne Probe-Abonnement konnten wir Beats 1, das neue lineare Radioprogramm, das Apple zusammen mit seinem Musik-Streamingdienst gestartet hat, ebenfalls hören. Auch das war zu erwarten, denn Beats 1 soll nach Angaben von Apple dauerhaft kostenlos zu empfangen sein. Einzige Einschränkung könnte die im Herbst startende Android-App für Apple Music sein, die nach Anbieter-Angaben generell nur nach Abschluss eines Abonnements funktioniert. Der Versuch, andere Radioprogramme zu hören, schlug jedoch fehl. Stattdessen erhielten wir den Hinweis, dass ein Apple-Music-Abonnement erforderlich sei, um Radio zu hören.

Auf Seite 2 berichten wir darüber, welche Dienste von Apple Music wir mit dem amerikanischen iTunes-Account nutzen konnten und welcher weitere Unterschied uns zwischen den Angeboten von Apple Music für deutsche und amerikanische Kunden aufgefallen ist.

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