macOS

macOS Big Sur: Neues der Apple-Software im Überblick

Die neue Betriebs­soft­ware "Big Sur" für Mac-Computer ist ab heute offi­ziell verfügbar. Wir fassen die wich­tigsten Neue­rungen in einer Über­sicht zusammen.

Vorges­tern hat Apple den "M1" vorge­stellt, der erste System-on-Chip für Mac-Computer. Der SoC soll Macs nicht nur unab­hän­giger machen, sondern auch für eine gute Portion Leis­tungs­stei­gerung und Effi­zienz sorgen. Neben der physi­schen Power, die der M1 liefern soll, soll das neue macOS "Big Sur" die Soft­ware für Mac-Computer opti­mieren.

Apple kündigte die Verfüg­bar­keit der Betriebs­soft­ware für den heutigen Tag an. Wir fassen die wich­tigsten Neue­rungen, die Big Sur bietet, in einer Über­sicht zusammen.

Safari Browser

Apple selbst kündigt im Zuge von Big Sur "das größte Safari Update aller Zeiten" an. Ein Bereich der Aktua­lisie­rung betrifft die indi­viduell anpass­bare Start­seite. Nutzer können nun ein eigenes Hinter­grund­bild fest­legen, um eine persön­liche Ansicht zu kreieren, beispiels­weise Lese­liste, Favo­riten, iCloud Tabs, Siri Vorschläge oder gar ein neuer Daten­schutz­bericht. Individuell anpassbares Hintergrundbild im überarbeiteten Safari-Browser Individuell anpassbares Hintergrundbild im überarbeiteten Safari-Browser
Bild: Apple, Screenshot: teltarif.de
Wer mit vielen Tabs arbeitet, kann von einem neuen Design profi­tieren. Bei vielen geöff­neten Tabs genügt es, den Cursor über einen nicht geöff­neten zu bewegen, um eine Vorschau der Seite anzeigen zu lassen.

Im App Store zeigt eine eigene Kate­gorie Erwei­terungen von Entwick­lern an. Entwick­lern wird es ermög­licht, Erwei­terungen von anderen Brow­sern in Safari zu inte­grieren. Für jede Erwei­terung wird Safari den Nutzer fragen, auf welche Webseiten zuge­griffen werden darf.

Ganze Webseiten können mit einem Klick in sieben Spra­chen über­setzt werden. Das Tool befindet sich derzeit aber noch in einer Beta­phase.

Gespei­cherte Pass­wörter sollen mit einer beson­deren Über­wachung bedacht werden. Über einen mögli­chen Daten­miss­brauch soll der Nutzer sofort infor­miert werden, um handeln zu können.

Bereits im aktu­ellen macOS ist unter Safari ein Tracking-Schutz akti­viert. Dieser wird auch in Big Sur arbeiten, ein neuer Daten­schutz­bericht auf der Start­seite mit wöchent­lichem Zyklus soll dem Nutzer vor Augen führen, wie der Safari-Schutz­mecha­nismus beim Surfen arbeitet.

Im Vergleich zum Chrome­browser sollen sich häufig besuchte Webseiten schneller laden lassen. Außerdem wurde an der Ener­gie­effi­zienz­schraube gedreht: Bis zu 1,5 Stunden sollen sich Videos länger streamen lassen und bis zu 1 Stunde länger Surfen im Vergleich zum Chrome- oder Firefox-Browser soll drin sein.

Nach­richten und Suche

Die Nachrichten-App bekommt in "Big Sur" neue Funktionen Die Nachrichten-App bekommt in "Big Sur" neue Funktionen
Bild: Apple, Screenshot: teltarif.de
Unter­hal­tungen, die in der Nach­richten-App statt­finden, können nun oben in der Gesprächs­liste ange­pinnt werden. Die Anzeige, dass gerade getippt wird sowie aktu­elle Nach­richten, werden über diese Pins animiert. Damit die Konver­sation Geräte über­grei­fend erfolgen kann, werden die Pins mit iPhone, iPad und Mac synchro­nisiert.

In jeder Unter­hal­tung kann direkt auf Nach­richten geant­wortet werden, sodass unter der ursprüng­lichen Nach­richt ein Thread entsteht. Das soll für den nötigen Über­blick über alle Antworten sorgen, wenn beispiels­weise jemand im Rahmen einer Grup­pen­kon­ver­sation eine Frage postet.

Gruppen können mit einem Aufma­cher aus Foto, Memoji oder Emoji indi­vidu­eller gemacht werden. Um Nach­richten direkt an jemanden in einer Gruppe zu senden, genügt die Eingabe des Namens. Darüber hinaus kann eine Gruppe dahin­gehend ange­passt werden, dass der Nutzer nur dann Nach­richten erhält, wenn er in einem Post nament­lich erwähnt wird. Memojis können im Zuge von Big Sur direkt auf dem Mac erstellt und in den Nach­richten als Sticker verwendet werden.

Wird die Such­funk­tion in macOS verwendet, werden die Ergeb­nisse nun nach Links und Fotos sortiert, passende Begriffe werden hervor­gehoben.

Karten App

Neues Reiseführer-Feature in der Karten-App Neues Reiseführer-Feature in der Karten-App
Bild: Apple, Screenshot: teltarif.de
Die Navi­gati­ons­soft­ware "Karten" bekommt eben­falls neue Features (die es in ähnli­cher Form schon in Google Maps gibt). So kann der Nutzer einen eigenen Reise­führer von seinen Lieb­lings­orten erstellen und sie mit anderen teilen. Wer eine Reise einem E-Auto plant, kann vor der Tour Routen mit Lade­stopps erstellen.

Flug­häfen und Einkaufs­zen­tren können nun "Indoor" ange­sehen und ausge­wählte Städte können auf dem Mac in 3D begut­achtet werden.

Daten­schutz

"Mehr Trans­parenz bei jedem Down­load". Bevor Nutzer eine App aus dem Store laden, soll ihnen eine detail­lierte Zusam­men­fas­sung zur Ansicht gestellt werden, wie die App zum Thema Daten­schutz steht.

Updates für das neue Betriebs­system sollen zudem künftig schneller von statten gehen, um den Mac sicher zu halten. Neue Datenschutz-Informationen im App Store Neue Datenschutz-Informationen im App Store
Bild: Apple, Screenshot: teltarif.de

Weitere Anpas­sungen

Die "Fotos"-App bekommt weitere Bear­bei­tungs­mög­lich­keiten, wie ein verbes­sertes Tool zum Retu­schieren von Bild­berei­chen. Musik­hörer sollen dank eines neuen "Jetzt hören"-Features in der Musik-App auf ihre Kosten kommen. Dabei handelt es sich um einen neuen Start­punkt für den Dienst Apple Music unter anderem mit Neuerschei­nungen und perso­nali­sierten Play­lists.

AirPods-Nutzer sollen von einer auto­mati­schen, naht­losen Wech­sel­funk­tion zwischen aktiven Geräten profi­tieren, die mit demselben iCloud-Account verbunden sind.

Diese Modelle bekommen das Update

macOS Big Sur wird für folgende Modelle bereit­gestellt: iMac (2014 und neuer), iMac Pro (2017 und neuer), Mac Pro (2013 und neuer), Mac mini (2014 und neuer), MacBook Air (2013 und neuer), MacBook Pro (Ende 2013 und neuer) und MacBook (2015 und neuer).

Zwei der vier im Oktober vorge­stellten Smart­phones des Konzerns heißen iPhone 12 und iPhone 12 Pro. Details zu den Geräten lesen Sie jeweils in einem ausführ­lichen Test­bericht.

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