Gerücht

Bericht: Apples Siri-Lautsprecher wird bereits produziert

Apple hat bei vernetzten Lautsprechern mit digitalen Assistenten bisher das Feld Amazon und Google überlassen. Doch Medieninformationen zufolge werden die Siri-Lautsprecher bereits produziert. Die Vorstellung wird auf dem WWDC erwartet.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Apple soll bereits an vernetzten Lautsprechern arbeitenApple soll bereits an vernetzten Lautsprechern arbeiten Bereits seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, dass Apple einen smarten Lautsprecher mit Siri-Anbindung als Konkurrenz zu ähnlichen Produkten wie dem Amazon Echo plant. Details zum Gerät werden auf der am Montag stattfindenden Apple-Entwicklerkonferenz WWDC erwartet, von der teltarif.de zeitnah berichtet. Möglicherweise wird der Siri-Lautsprecher auf der WWDC sogar präsentiert, so die Vermutung des Finanzdienstes Bloomberg. Denn Apple lasse die ersten Lautsprecher mit seiner Assistenzsoftware Siri an Bord bereits produzieren. Der Einstieg des iPhone-Herstellers ins Geschäft mit vernetzten Lautsprechern würde somit unmittelbar bevorstehen. In den Handel soll der vernetzte Lautsprecher allerdings erst später im Jahr kommen.

Amazon hat es vorgemacht

Amazon hatte die Produktkategorie durch den Erfolg seines Lautsprechers Echo mit der zuhörenden und sprechenden Assistentin Alexa populär gemacht. Inzwischen gibt es eine Echo-Produktfamlie mit einer vernetzten Kamera und einem Lautsprecher samt Display. Google folgte mit dem Konkurrenzgerät Home, das Zugang zur Assistenz-Software des Internetkonzerns bietet. Microsoft brachte seine Assistentin Cortana in einem Lautsprecher des Hifi-Spezialisten Harman/Kardon unter. Und erst diese Woche kündigte auch der Erfinder des Mobil-Betriebssystems Android, Andy Rubin, einen Smarthome-Lautsprecher von seinem neuen Start-up Essential an.

Sprache gilt als immer wichtigerer Weg, mit Computern zu kommunizieren. Apple war ein Vorreiter des Konzepts mit seiner Assistentin Siri, die bereits 2011 in die iPhones kam. Doch die Qualität der Spracherkennung und der Antworten ließ anfangs oft zu wünschen übrig, wodurch die Software von vielen als Spielerei abgetan wurde. Wie komplex es ist, eine anspruchsvolle Sprachsteuerung am Markt zu platzieren, erfährt gerade auch Smartphone-Marktführer Samsung. Bei den Südkoreanern verzögert sich der Start seines im Frühjahr vorgestellten Assistenten Bixby für das Smartphone Galaxy S8 (hier im Test) in den USA seit Wochen.

Auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC am kommenden Montag könnte Apple die Siri-Lautsprecher bereits präsentieren
Auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC am Montag könnte Apple die Siri-Lautsprecher präsentieren

Nicht der erste Lautsprecher von Apple

Apple-Manager hatten in der Vergangenheit angedeutet, dass die Vision des Konzerns eher sei, die Nutzer mit Siri über verschiedene Geräte wie das iPhone oder die Computer-Uhr des Konzerns kommunizieren zu lassen, statt mit einem Lautsprecher einen festen Anlaufpunkt zu schaffen. Jetzt will sich Apple den Bloomberg-Informationen zufolge bei seinem smarten Lautsprecher unter anderem mit räumlichem Sound von der Konkurrenz abheben. Hauseigene Dienste wie Apple Music oder die Smarthome-Plattform Homekit würden eingebunden. Das ist wichtig für Apple, denn die anderen Lautsprecher unterstützen Services der Konkurrenz wie Spotify oder Amazon Music und verschaffen ihnen so einen Brückenkopf in den Haushalten.

Apple lasse die Lautsprecher bei der Firma Inventec aus Taipeh fertigen, die auch die drahtlosen AirPods-Ohrhörer produziere, hieß es. Bloomberg hatte bereits im vergangenen Jahr über Tests der Apple-Lautsprecher berichtet. Entgegen früheren Spekulationen habe das Gerät kein Display, hieß es unter Berufung auf Leute, die es gesehen hätten. Apple habe auch erwogen, in den Lautsprecher Sensoren einzubauen, die die Raumakustik messen.

Schon im Jahr 2006 hatte Apple einen Lautsprecher vorgestellt. Auf das Gerät mit dem Namen iPod Hifi konnten die populären Musikplayer des Konzerns aufgesteckt werden. Es hatte jedoch wenig Erfolg und wurde nach etwas über einem Jahr eingestellt.

Das erwarten wir auf der Konferenz WWDC

Bloomberg zufolge könnten auf der Entwicklerkonferenz WWDC auch neue Modelle des iPad-Tablets sowie aufgefrischte Macbook-Pro-Notebooks mit schnelleren Chips präsentiert werden. Apple hatte das große iPad Pro mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale seit Herbst 2015 unverändert gelassen und das kleinere Pro-Modell seit Frühjahr vergangenen Jahres.

Bei den aktuellen Macbook-Pro-Geräten konnte Apple im vergangenen Jahr noch nicht die neuesten Intel-Prozessoren einsetzen, weil sie zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig waren. Der Konzern muss sich Kritik gefallen lassen, zuwenig auf die Bedürfnisse professioneller Nutzer seiner Computer zu achten.

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teltarif.de-Podcast: Im Gespräch mit Alexa

In der Podcast-Folge Amazon Echo: Wie gut funktioniert Alexa in der Praxis? haben wir ein Gespräch über und mit Amazons Alexa geführt. Hier können Sie direkt in die Folge reinhören oder sie als MP3 herunterladen:

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