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iPhone kaputt: Günstige Alternativen zur teuren Reparatur

Selbst-Reparaturen sind keine Hexerei, gefährden aber die Garantie
Von Steffen Herget mit Material von dapd
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Schnell ist es passiert: Das iPhone fällt herunter und die Glasfront oder -rückseite zerspringt in 1 000 kleine Teile. Der nächste Ärger kommt, wenn das Gerät repariert werden soll. Alleine der Austausch der Glasfront beim iPhone kostet meist deutlich über 100 Euro. Allerdings könnten versierte Bastler die Reparaturen an der den gläsernen Teilen und anderen sensiblen Teilen wie dem Gehäuse oder Akku auch in Eigenregie günstiger vornehmen. Darauf weist Redakteur Oliver Huq von der die Computerzeitschrift c't in der aktuellen Ausgabe hin.

Reparatur in Eigenregie

iPhone bei Glasbruch selbst repariereniPhone bei Glasbruch selbst reparieren Es ist nicht einmal erforderlich, die Ersatzteile direkt bei Apple zu beziehen - viele Anbietern bieten diese im Internet günstiger an. Die Preise unterscheiden sich jedoch von Anbieter zu Anbieter stark, so dass ein intensiver Vergleich angesagt ist. Wer sich selbst ans Reparieren machen will, sollte bedenken, dass dies negative Auswirkungen auf die Garantie haben könnte. Außerdem sollte ein passendes Werkzeug-Set vorhanden sein. "Erforderlich sind Kreuzschlitz-, Pentalob- und Schlitzschraubendreher, PVC-Gehäuseöffner, Gummisaugnapf für iPhone-3er-Modelle, eine Büroklammer und eine Pinzette", sagt Huq. Unumgänglich ist auch, vor der Reparatur ein Daten-Backup zu erstellen. Wer einmal vor dem Griff zum Schraubendreher anderen bei der Reparatur über die Schulter schauen will, findet bei YouTube einige Reparaturanleitungen als Video. Beim iPhone 4 oder iPhone 4S etwa ist der Austausch der sensiblen Rückseite aus Glas vergleichsweise einfach, es sind im Zubehör-Handel auch Ersatzteile aus Metall, Kunststoff oder Holz erhältlich.

Wer sich die Eigen-Reparatur nicht zutraut, muss trotzdem nicht bei Apple tief in die Tasche greifen. Spezialisierte Anbieter für iPhone-Reparaturen bieten Festpreise: Eine kaputte Glasfront wird so schon für rund 60 Euro und damit deutlich günstiger als bei Apple ausgetauscht. Wer bei sich um die Ecke keinen billigen Anbieter für die Reparatur findet, kann das defekte iPhone bei den meisten Werkstätten einsenden und bekommt es repariert zurück. Aber Vorsicht: Wer bei einem Billig-Anbieter reparieren lässt, läuft wie bei der Selbst-Reparatur Gefahr, die Herstellergarantie zu verlieren.

Geräte vor Stößen und Stürzen schützen

Am besten ist es, wenn das iPhone oder auch das iPad gar nicht erst zu Schaden kommen. Vor allem die Gefahr von Stoß- und Bruchschäden lässt sich mit einer der zahlreichen Schutzhüllen minimieren. Empfehlenswert sind auch Folien für das Display oder Hüllen, die das gesamte Gerät umschließen. Bei einem Sturz fängt das Cover aus Kunststoff oder Silikon den Stoß ab, das Gerät bleibt heil und eine teure Reparatur wird gar nicht erst erforderlich.

Bildschirm-Tausch beim iPhone 3G S im Video

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