Talfahrt für Apple

Apple: Milliarden-Verluste durch Akku-Tausch-Aktion

Für Apple beginnt das Jahr 2019 anscheinend holprig, das Weihnachtsgeschäft frustrierte und der Akku-Tausch von iPhone-Modellen nahm scheinbar ungeahnte Ausmaße an.
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Die Austausch-Aktion von älteren Akkus in Apples iPhones könnte dem Konzern im wahrsten Wortsinn teuer zu stehen gekommen sein. Ein Brancheninsider verkündete kürzlich, dass der kalifornische Hersteller bei 11 Millionen Mobilgeräten eine neue aufladbare Batterie einsetzen musste. Eine Anzahl, die drastisch über den selbst prognostizierten ein bis zwei Millionen Austauschen liegt. Im laufenden Geschäftsjahr könnte das Unternehmen unter anderem aus diesem Grund fünf 5 bis 9 Milliarden US-Dollar weniger verdienen. Auch das Weihnachtsgeschäft lief nicht wie erhofft.

Büßt Apple Milliarden an Gewinn wegen Akku-Tausch ein?

Auch das iPhone Xr konnte das Weihnachtsgeschäft Apples nicht rettenAuch das iPhone Xr konnte das Weihnachtsgeschäft Apples nicht retten Apple stand Ende 2017 heftig in der Kritik aufgrund der Performance-Drosselung von iPhones mit älterem Akku. Anschließend startete der Hersteller eine Aktion, bei der Konsumenten für nur 29 US-Dollar ihre betagte aufladbare Batterie gegen eine neue wechseln lassen konnten. Eine Schadensbegrenzung für ein angeschlagenes Image, welche nicht gerade billig gewesen sein dürfte. John Gruber, ein Apple nahestehender Redakteur, schrieb in seinem Blog (via TheVerge), dass der CEO Tim Cook auf dem Investorentreffen am 3.  Januar 11 Millionen ausgetauschte iPhone-Akkus bestätigte. Das übersteigt die hauseigenen Erwartungen bis zum Faktor 10. Apple korrigierte seine Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr um 5 bis 9 Milliarden weniger an Gewinn.

Aktionäre sind nicht begeistert

Kurz nach dem Jahreswechsel kam die erste Hiobsbotschaft des Herstellers. Apple musste den Aktionären mitteilen, dass das Weihnachtsgeschäft erheblich niedriger ausfiel als erwartet. Tim Cook nannte als Gründe für das Tief ungünstige Wechselkurse, die kritische Lage in China und eben das erwähnte Akku-Austauschprogramm. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu der von John Gruber genannten Zahl von 11 Millionen Batterie-Wechseln. Ein Teil der betreffenden Smartphone-Besitzer dürften aufgrund des wieder erstarkten Telefons auf einen iPhone-Neukauf verzichtet haben. Hätten sich (rein theoretisch) 20 Prozent der Betroffenen (2,2 Millionen Nutzer) anstatt den Akku-Tausch zu vollziehen ein neues iPhone XR 64 GB für 800 US-Dollar gekauft, wäre der Umsatz 1,76 Milliarden US-Dollar höher ausgefallen. Generell scheint es bei den Verkäufen nicht wie geplant zu laufen.

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