Vorgaben

iPhone 7 & 7 Plus: Wassergeschützt, aber keine Garantie

Das Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind in einem gewissen Grad vor Wasser geschützt.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Apple hat das neue iPhone 7 und iPhone 7 Plus "wasserfest" gemacht. Beide Smartphones sind nach Schutzklasse IP67 in einem bestimmten Grad vor Spritzwasser und Staub geschützt. Dafür hat Apple im Vergleich zu den Vorgängern - dem iPhone 6S und 6S Plus - bei der neuen Generation komplett das Gehäuse überarbeitet. Apple betont: "So musst du dir über verschüttetes Wasser, Spritzer und Staub noch weniger Gedanken machen." Aber der Besitzer eines Apple iPhone 7 oder 7 Plus muss sich eben doch darüber Gedanken machen! Denn: Apple schreibt im Kleingedruckten auch, dass die Hardware-Garantie keine Schäden durch Flüssigkeit abdeckt.

Der Nutzer des neuen Apple-Smartphones hat damit im Schadensfall keinen Anspruch darauf, dass das Smartphone ausgewechselt bzw. repariert wird. Zudem weist Apple darauf hin, dass ein nasses iPhone nicht geladen werden darf. Eine Anleitung zum richtigen Reinigen und Trocknen befindet sich im Benutzer­handbuch. Erst nachdem der iPhone-7- bzw. iPhone-7-Plus-Besitzer dies durchgeführt hat, darf der Akku des iPhone wieder geladen werden. Außerdem schreibt Apple:

"Das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus sind vor Spritzwasser und Staub geschützt und wurden unter kontrollierten Labor­bedingungen getestet. Sie sind nach IEC Norm 60529 unter IP67 klassifiziert. Der Schutz vor Spritzwasser und Staub ist nicht dauerhaft und kann mit der Zeit als Resultat von normaler Abnutzung geringer werden."
Daraus lässt sich schließen, dass, je länger das Smartphone in Benutzung ist, umso mehr die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das iPhone 7 oder iPhone 7 Plus nicht mehr der IP67-Norm entspricht.
Das Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind nach der IP67-Schutzklasse von Spritzwasser und Staub geschützt
Das Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind nach der IP67-Schutzklasse von Spritzwasser und Staub geschützt

IP67-Feature nicht ausreizen

Auf Grund der Vorgaben von Apple, sollten es sich Nutzer lieber einmal mehr überlegen, ob Sie ihr Gerät im Regen verwenden. Von einem mutwilligen Tauchgang ist gar abzuraten. Das IP67-Feature von Apple sollte daher nicht ausgereizt werden.

Die Konkurrenz wie Samsung oder Sony haben schon seit Längerem Smartphones im Sortiment, die der Nutzer sogar bis zu 1,5 Meter für bis zu 30 Minuten im Süßwasser eintauchen kann. Aber diese Hersteller haben auch Einschränkungen und geben an, dass die Modelle in kein Salzwasser oder Wasser mit jeglichen Zusätzen wie Chlor etc. dürfen. Allerdings ist Sony im vergangenen Jahr aus Garantie­gründen zurückgerudert. So hat der Hersteller die Nutzung der als eigentlich wasserdicht deklarierten Handys im Wasser untersagt.

In einem Hintergrundbericht dazu lesen Sie, warum die Besitzer mit dem Sony-Smartphone nicht ins Wasser dürfen.

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