Flaggschiff

Apple iPhone 7 Plus im Test: Nur eine Weiterentwicklung?

Das Apple iPhone 7 Plus zeigt sich im Test von seiner besten Seite, muss aber auch Kritikpunkte einstecken. Wir haben die Dual-Kamera, den Stereo-Ton, das System und mehr überprüft.
Von Marleen Frontzeck-Hornke /

Das System samt iOS 10 läuft insgesamt sehr flüssig. Es ist deutlich spürbar, dass die Hardware und Software aus einem Hause stammen. Die Anzahl der vorinstallierten Apps ist überschaubar. Dazu gehören unter anderem Health, der App Store, Wetter, Aktien und FaceTime. Allerdings lassen sich die Apps Fotos, Kamera, Uhr, Wallet, App Store, Health, Einstellungen und Extras nicht deinstallieren.

Wie wasserfest ist das iPhone 7 Plus

Apple iPhone 7 Plus

Das iPhone 7 Plus ist nach der Schutzklasse IP67 in einem gewissen Maße vor Staub und Wasser geschützt. Dabei betont Apple, dass das Smartphone vor allem vor Spritzwasser geschützt ist, ein Tauchgang bis zu einer Tiefe von einem Meter im Süßwasser ist aber durchaus möglich. Der Nutzer muss dabei aber etwas Wichtiges wissen: Egal ob das iPhone 7 Plus mit Spritzwasser in Kontakt kommt oder bei einem kurzen Tauchgang seine wasserabweisende Eigenschaft beweisen muss, der Hersteller aus Cupertino übernimmt stets keine Garantie bei Schäden durch Wasser. Mehr dazu lesen Sie in unserem Hintergrundbericht zum iPhone 7 und 7 Plus - wassergeschützt, aber keine Garantie.

Dennoch haben wir den Wasser-Test gewagt und das iPhone 7 Plus für 15 Minuten in unserem Wasserkrug eingetaucht. Ob das Apple-Smartphone den Tauchgang überlebt hat, erfahren Sie in unserem Wasser-Test zum Apple iPhone 7 Plus. Apple iPhone 7 Plus im Handy-Test Apple iPhone 7 Plus im Handy-Test
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck

Mobilfunk-Empfang nur Mittelmaß - gute Sprachqualität

Der Mobilfunk-Empfang ist mit dem des iPhone 6S Plus vergleichbar. Das ist besser als bei vielen älteren Apple-Smartphones, im Vergleich mit der Konkurrenz aber nur Durchschnitt. Wo bei schwachem Empfang ein Microsoft Lumia 950 noch sicher die Netzverbindung hält und Telefonate ohne Aussetzer zulässt, kommt es beim iPhone 7 Plus teilweise zu schlechter Sprachverständlichkeit. Die Übertragungs­qualität bei Telefonaten ist dagegen tadellos. Das gilt vor allem für HD-Voice- und VoLTE-Verbindungen. Im Netz der Deutschen Telekom ist auch WiFi Calling nutzbar.

Für einen schnellen mobilen Internet-Zugang ist das iPhone 7 Plus gerüstet. So werden LTE-Verbindungen mit bis zu 450 MBit/s im Downstream unterstützt. Das ist mehr als das, was die deutschen Mobilfunknetze derzeit ermöglichen. So ist der Bolide auch für die Zukunft gerüstet. Sowohl über LTE als auch über UMTS und WLAN war der Internet-Zugang in den ersten Tagen unseres Tests in den drei deutschen Mobilfunknetzen tadellos. Allerdings werden wir in den kommenden Wochen auch noch Einzel­tests vornehmen, um diesbezüglich weitere Erkenntnisse zu bekommen. Stromsparmodus in den Einstellungen Stromsparmodus in den Einstellungen
Bild: teltarif.de - Marleen Frontzeck
Die Akkulaufzeit ist bislang mit der des iPhone 6S Plus vergleichbar. Nach Hersteller-Angaben soll das neue Gerät etwas länger durchhalten, bevor es wieder mit dem Ladekabel verbunden werden muss. Es ist denkbar, dass sich die Leistung nach einigen Ladevorgängen noch verbessert. Über unsere weiteren Erfahrungen werden wir berichten.

Fazit: Solide Weiterentwicklung des Vorjahresmodells

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 2,2
  • Bedienung, Handling, Software: 1,7
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 2,2
  • Einschätzung des Redakteurs: 2
  • Gesamtnote: 1,9
Das iPhone 7 Plus ist eine solide Weiterentwicklung der ersten beiden Apple-Phablets. Als Mehrwert bekommen die Käufer eine deutlich verbesserte Kamera, Stereo-Sound und einen schnellen Prozessor, so dass das System absolut flüssig läuft. Zudem ist der Bolide gegenüber dem Vorjahresmodell schneller geworden.

Nachteil sind indes der weggefallene Klinkenanschluss für den Kopfhörer und das unveränderte Design, bei dem Apple viel Platz oberhalb und unterhalb des Touchscreens verschenkt. So könnte der Bildschirm deutlich größer oder das Gerät etwas kompakter werden, wenn Apple sich zu einem zeitgemäßen Redesign hinreißen lassen würde.

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