Auseinandergebaut

Zerlegt: Diese Technik steckt in Apples iPhone 5S

64-Bit-CPU A7 hat wohl zwei Kerne und stammt von Samsung
AAA
Teilen

Kaum ist ein neues iPhone auf dem Markt, warten die Bastler nur darauf, es zu zerlegen. Dies erlaubt Einblick in die verwendeten Komponenten: Die 64-Bit-CPU A7 beim iPhone 5S hat wohl zwei Kerne und stammt von Samsung.

Die echten Bastler beginnen meist am ersten Verkaufstag damit, das neue iPhone-Modell in seine Einzelteile zu zerlegen. Sinn dieser Übung ist es nicht nur festzustellen, wer die Hersteller der einzelnen Komponenten sind, sondern auch den Materialwert der verbauten Hardware zu ermitteln. Diesen kann man dann dem Verkaufspreis gegenüberstellen und so Apples vermutliche Gewinnspanne ermitteln. Interessant ist das Zerlegen auch für die Anbieter von Reparatur-Diensten, die dadurch herausfinden können, ob die (unautorisierte) iPhone-Reparatur von Apple erleichtert oder erschwert wurde.

A7-Prozessor von Samsung ist in 28 Nanometer gefertigt

Apple A7 im iPhone 5S stammt von SamsungApple A7 im iPhone 5S stammt von Samsung Die Experten von chipworks haben bereits erste Ergebnisse geliefert: Hauptsächlich konzentriert haben sie sich auf die 64-Bit-CPU A7 sowie auf den mysteriösen Coprozessor M7.

Obwohl der A7-Prozessor natürlich nicht den Markennamen Samsung zeigt, beinhaltet er die 28-Nanometer-Technik von Samsung. Dies stellt - außer der 64-Bit-Technik - eine zweite technische Verbesserung gegenüber dem A6-Prozessor dar, der noch in 32-Nanometer-Technik gefertigt wird. Die Experten vermuten, dass beim A7 dieselbe Fertigungstechnik zum Einsatz kommt wie beim Samsung Exynos 5410.

Der Coprozessor M7 ist für die Verarbeitung der Daten zuständig, die von Beschleunigungs- und Lagesensor sowie Kompass kommen. Hersteller ist die niederländische Halbleiterfirma NXP. Den Kombi-Chip für WLAN, Bluetooth und das UKW-Radio hat Apple vom iPhone 5 weiter verwendet. Das LTE-Modem stammt von Qualcomm und kommt laut den Analysten auch in vielen anderen Smartphones zum Einsatz. Aus dem Hause Broadcomm stammt der Touchscreen-Controller.

Ein Foto von ifixit zeigt die technischen Daten des Akkus, als Hersteller ist "Apple Japan" aufgedruckt, wobei es sich in Wirklichkeit um die Firma "Desay Battery" in China handeln soll. Das Typenschild der Lithium-Ionen-Batterie präsentiert die Werte 3,8 Volt, 5,92 Wattstunden und 1 560 mAh.

Der genaue Materialwert des iPhone 5S steht noch nicht fest, da insbesondere der A7-Prozessor in dieser Form nicht auf dem freien Markt erhältlich ist. Für das iPhone 5 wurde der Materialwert auf 170 bis 200 US-Dollar geschätzt. Die Bastler von ifixit gehen auch davon aus, dass das iPhone 5S schwerer zu reparieren sein wird - schuld daran sind der Fingerabdrucksensor und der eingeklebte Akku.

Teilen

Mehr zum Thema Apple iPhone 5S