Test

Entwickler-Test: iMessage tatsächlich weitgehend sicher

Französische Entwickler überprüfen Apples Instant Messanger
Von Jennifer Buchholz

iMessage: der Instant-Messanger von Apple iMessage: Der Instant Messenger von Apple
Bild: dpa
In den vergangenen Monaten mehrten sich die Diskussionen über die Sicherheit bei der Nutzung von Instant Messengers. Weitgehend verschont von den Vorwürfen blieb bislang der Nachrichtendienst iMessage von Apple. Nun untersuchten zwei Entwickler die Sicherheit dieser App und bestätigten Apples Behauptung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ("end-to-end encryption", "E2EE").

Die französischen Jailbreaker Cyril Cattiaux (Pod2g) und GG haben den Messagingdienst iMessage auseinandergenommen und auf die Verschlüsselung der Nachrichten hin untersucht. Danach bestätigten sie Apples Behauptung, dass die Nachrichten sicher sind, weitesgehend. Richtig ist, dass die Verschlüsselung der iMessages konsequent erfolgt. So können selbst Apple oder Dritte nicht ohne Weiteres auf den Inhalt der Nachricht zugreifen.

Schwachpunkte der Sicherheit

iMessage: der Instant-Messanger von Apple iMessage: Der Instant Messenger von Apple
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Ein Schwachpunkt sehen die beiden Entwickler allerdings in der Public-Key-Infrastruktur. Zwar betreibt Apple die Key-Server von denen die Absender die Schlüssel zu der erhaltenen Nachrichten beziehen, allerdings besteht hier die Möglichkeit, dass sich der Hersteller theoretisch dazwischen schalten könnte. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Geheimdienste die Nationale Sicherheit bedroht sehen.

Viele Apple-Fans sehen sich durch die Ergebnisse der beiden Franzosen bei ihrer Produktwahl bestätigt. Ihnen genügt die Anforderung in puncto Sicherheit bei dem IM-Dienst.

Instant-Messangers leiden unter Sicherheitslücken

Besonders populäre Messagingdienste kämpfen vermehrt mit Imageproblemen auf Grund von Sicherheitslücken. Dabei kommt WhatsApp meistens eher schlecht bei weg. So ist besonders bei diesem IM-Dienst die Verschlüsselung der Verbindung leicht zu überwinden. Doch obwohl zunehmend Sicherheitslücken aufgedeckt werden, ist die App weiterhin beliebt und könnte sich sogar zu einer Gefahr für Facebook entwickeln.

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