Sicherheit

iCloud-Mail: Apple aktiviert jetzt Transportverschlüsselung

Nachdem Apple bei seinem E-Mail-Dienst iCloud entscheidende Sicherheitsmerkmale nicht umgesetzt hatte, hat der Hersteller nun eine Transport­verschlüsselung beim Versand und Empfang von E-Mails aktiviert.
Von dpa / Paulina Heinze
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Apples iCloud-Maildienst nutzt jetzt eine Transport­verschlüsselung beim Versand und Empfang von E-Mails. Das hat ein Test von heise Security ergeben, bei dem mehrere Apple-Server überprüft wurden. Apple hatte bis vor kurzem noch Mails grundsätzlich unverschlüsselt übertragen, so dass theoretisch die Inhalte von Dritten mitgelesen werden konnten.

Den Angaben nach kommen allerdings nicht die aktuellsten Verschlüsselungs­techniken zum Einsatz. Laut heise Security wird beim Versand von Mails das Verschlüsselungs­verfahren RC4 genutzt, das von Experten als unsicher bezeichnet wird. Von einer weiteren verwendeten Technik, Triple-DES, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informations­technik in einer technischen Richtlinie [Link entfernt] explizit ab.

iOS 7 auf fast allen mobilen Apple-Geräten

Apple iPhone 5siCloud-Mail sendet jetzt verschlüsselt Fast alle mobilen Apple-Geräte laufen mit dem aktuellsten Betriebssystem. So ist die im Dezember 2013 veröffentlichte iOS-Version 7 auf 90 Prozent aller iPhones, iPads und iPod-Touch-Geräte installiert. Das geht aus einer sieben­tägigen Erhebung des Unternehmens über den App Store hervor. iOS 6 ist noch nicht einmal mehr auf jedem zehnten mobilen Apple-Gerät zu finden (9 Prozent). Für den Herbst dieses Jahres ist bereits die iOS-Version 8 angekündigt.

Zum Vergleich: Der Anteil der Geräte mit der aktuellsten Android-Version Kitkat 4.4 lag Anfang Juli nur bei knapp 18 Prozent. Das liegt daran, dass die Hersteller das Android-Betriebssystem und seine Treiber an ihre Geräte anpassen müssen. Das kann dauern oder geschieht nie. Da Apple gleichzeitig Hersteller von Geräten und Betriebssystem ist, fällt es dem Unternehmen leichter, iOS-Geräte auf dem neuesten Stand zu halten.

Künftig sollen allerdings auch ältere Android-Geräte zumindest Sicherheits­updates bekommen. Diese will Google zentral und unabhängig von den Geräteherstellern über die Play-Dienste anbieten. 93 Prozent aller Nutzer eines Android-Gerätes haben nach Zahlen von Google die aktuellste Version der Play-Dienste installiert.

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