Virtueller Speicher

iCloud im Windows-Explorer einbinden: Update bringt Apple-Cloud auf PCs

Apple hat ein Update heraus­gebracht, das den Online-Speicher­dienst iCloud auch für Windows öffnet. Mit der gerade veröffent­lichten Version 4.0 von iCloud für Windows erhalten PC-Nutzer noch vor Mac-Besitzern Datei-Zugriff auf Apples iCloud Drive.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Viele Cloud-Dienste bieten die Möglichkeit, den Online-Speicher als eine Art virtuelle Festplatte im Explorer des PCs einzubinden. Daten können somit direkt in die digitale Wolke geschoben und von allen Endgeräten mit Internet-Zugang abgerufen werden. Was bei Dropbox, der Telekom Cloud, HiDrive und Co. bereits Standard ist, war mit der iCloud von Apple bislang nicht möglich. Der amerikanische Hersteller hat nun aber ein Update herausgebracht, das den Online-Speicherdienst auch für Windows öffnet.

iCloud im Explorer einbinden: Update bringt Apple-Cloud auf Windows-PCsUpdate bringt Apple-Cloud auf Windows-PCs Mit der gerade veröffentlichten Version 4.0 von iCloud für Windows erhalten PC-Nutzer noch vor Mac-Besitzern Datei-Zugriff auf Apples iCloud Drive. Bislang war der Datei-Zugriff auf den Online-Speicher Nutzern von iOS-Geräten und Macs vorbehalten. Besitzer von iPhone, iPad und iPod touch ab iOS 8 können bereits auf iCloud Drive zugreifen, auf dem Mac ist dafür aber die noch nicht final veröffentlichte OS-X-Version Yosemite nötig. Deswegen raten Entwickler, mit der Aktivierung des iCloud Drive zu warten, bis Yosemite offiziell verfügbar ist. Gerüchten zufolge könnte OS X 10.10 Yosemite im Oktober erscheinen, einen genauen Termin gibt es bislang aber nicht.

Sollte iCloud Drive mit älteren Betriebssystemen genutzt werden, ist keine Synchronisierung der Dateien möglich - die Geräte werden vom Zugriff ausgesperrt. Apple rät daher allen Nutzern, die beispielsweise noch iPhones mit iOS 7 oder Macs mit OS X 10.9 oder älter nutzen, die iCloud Drive noch nicht zu aktivieren.

Apple senkt Preise für Cloud-Speicher

Windows-Nutzer weist Apple darauf hin, dass vorherige iCloud-Software zunächst deinstalliert werden muss. Erst dann sollte die neue Version aufgespielt werden. Vor der Deinstallation sollten sich Nutzer aus ihrem iCloud-Account ausloggen. iCloud Drive lässt sich auf internetfähigen PCs mit Windows 7 oder höher nutzen.

Apple hat erst kürzlich die Preise für seinen Online-Speicher gesenkt. So kostet ein Zugang mit 20 GB Speicherkapazität nun 99 Cent pro Monat, bislang wurden für dieses Paket 32 Euro pro Jahr berechnet. Für 200 GB Cloud-Speicher zahlen Kunden 3,99 Euro monatlich, sechs Euro mehr werden für das 500-GB-Paket fällig. Das größte Angebot mit 1 Terabyte gibt es nun für 19,99 Euro im Monat. Die kleinste Speichergröße mit 5 GB ist weiterhin kostenfrei, wird Nutzern aber bei gebuchten Paketen nicht mehr zusätzlich gewährt. Gebucht werden kann der iCloud-Speicher auf der Webseite von Apple.

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