Preise erhöht

Apple: iPhone-Reparatur wird teurer

Während Apple ein neues iPad und neue iPhone-Modelle eingeführt hat, wurden auch die Preise für Reparaturen erhöht. Für die Reparatur eines iPhone 7 Plus können jetzt fast 400 Euro fällig werden.
Von David Rist
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Apple hat seine iPhone-Modelle aktualisiert: Das iPhone 7 gibt es jetzt auch in rot und das iPhone SE wird künftig mit 32 beziehungs­weise 128 GB Speicher verkauft, anstatt der bisher üblichen 16 beziehungs­weise 128 GB Speicher. Auch ein neues iPad wurde vorgestellt, welches das iPad Air ablösen wird. Mit weniger viel Getöse wurden unter­dessen auch die Preise für iPhone-Reparaturen angehoben.

So beträgt die Reparatur­pauschale für ein iPhone 7 Plus jetzt rund 400 Euro. Das sind gut 30 Euro mehr als zuvor. Dieser Preis wird für alle Reparatur­leistungen außerhalb der Garantie­zeit erhoben, ausgenommen sind Display­reparaturen oder ein Akku­wechsel. Der Austausch des Displays kostet nun je nach iPhone-Modell zwischen rund 150 und 170 Euro. Auch hier sind die Preise um circa 15 Euro gestiegen. Selbiges gilt für einen Akku­wechsel außerhalb der Garantie­zeit: Hierfür verlangt Apple nun knapp 90 Euro und damit etwa 10 Euro mehr als sonst.

Die Preise gelten für eine Reparatur in einem Apple-Shop. Wer keine Möglich­keit hat sein iPhone persönlich zu einem autorisierten Apple-Händler zu bringen, muss noch einmal rund 12 Euro mehr als Versand­kosten­pauschale bezahlen. Angesichts der Preise dürften viele iPhone-Besitzer im Falle einer Reparatur dazu geneigt sein einen nicht-autorisierten Repair-Shop aufzusuchen. Diese bieten einfache Reparatur­dienste wie den Austausch des Displays oder Akkus meist deutlich günstiger an.

Apple will keine Ersatzteile liefern

in junges Mädchen zeigt das Display eines Smartphones mit einem weinenden Emoji beim Messenger «WhatsApp» (gestellte Szene).iPhone-Reparaturen können teuer werden Allerdings sollten iPhone-Besitzer daran denken, dass nicht-autorisierte Repair-Shops keine original Apple-Ersatz­teile verwenden. Denn Apple weigert sich Ersatz­teile an Dritte heraus­zugeben. Somit handelt es sich bei den Teilen aus Repair-Shops meistens um Nach­bauten aus Asien. Teil­weise sollen auch Bau­teile aus ausrangierten Geräten verwendet werden.

Apple betreibt in den USA derzeit aktiv Lobby-Arbeit, die das sogenannte Recht auf Reparatur verhindern soll. Mit diesem Beschluss könnten Apple und andere Unternehmen dazu gezwungen werden, Ersatz­teile an Privat­personen und nicht-autorisierte Repair-Shops zu liefern. Apple behauptet allerdings, dass so keine ordentliche Reparatur gewähr­leistet sei. Dadurch würden Gefahren für den Kunden entstehen: Akkus könnten so etwa in Brand gesetzt werden. Das könnte seit Samsungs Note-7-Debakel vom vergangen Jahr von vielen Kunden als schlag­kräftiges Argument wahr­genommen werden.

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