Günstiger

Apple bietet Austauschprogramm für No-Name-Ladegeräte

Preis für originale Netzteile sinkt auf 10 Euro

Apple iPhone 5 mit originalem Ladegerät Apple iPhone 5 mit originalem Ladegerät
Bild: teltarif.de
In der Vergangenheit haben sich Berichte gehäuft, nach denen es bei der Nutzung von No-Name-Ladegeräten für iPhone und iPad immer wieder zu Zwischenfällen kam. In China soll sogar eine Frau durch einen elektrischen Schock gestorben sein, als sie nach dem am Ladegerät angeschlossenen Apple-Smartphone griff. Um künftige Unfälle und vermutlich auch die damit verbundene schlechte PR zu vermeiden, bietet der amerikanische Konzern nun Besitzern von No-Name-Ladegeräten ein Austauschprogramm an.

Apple iPhone 5 mit originalem Ladegerät Apple iPhone 5 mit originalem Ladegerät
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Vom 16. August bis zum 18. Oktober können sie ihr Netzteil zu einem Apple-Store oder einem autorisierten Service-Shop bringen. Wichtig dabei zu beachten ist allerdings, dass auch das entsprechende Apple-Gerät mitgebracht werden muss. Anhand dessen Seriennummer wird geprüft, ob der Kunde auch der Besitzer des Apple-Gerätes ist.

Im Austausch gegen das alte Ladegerät wird ein originales Netzteil für 10 Euro inklusive Mehrwertsteuer verkauft. Das Angebot ist allerdings auf ein Gerät pro Kunde begrenzt. Apple weist allerdings darauf hin, dass die Mitarbeiter aufgrund der aufwendigen Testverfahren und der teilweise sehr ähnlichen Bauweise keine Beratung hinsichtlich der Sicherheit der Netzteile geben können. Neben Deutschland bietet Apple des Programm auch in Frankreich, England, Kanada, den USA, Australien, Japan und China an.

Kreisverwaltung von Essex warnt seit März vor gefakten Ladengeräten

Die Kreisverwaltung von Essex [Link entfernt] in England testete im März 20 Ersatznetzteile. Im Test verstieß jedes dritte Ladegerät gegen EU-Richtlinien. Jedes fünfte Ladegerät war so unsicher, dass es eine ernsthafte Verletzungsgefahr mit sich brachte. Neben der Tatsache, dass sie Verletzungen verursachen können, können solche Netzteile aber auch in Brand geraten. Drei von vier Geräten, bei denen ein solches Risiko bestand, wurden der Kreisverwaltung nach für Apple-Produkte verkauft. Generell müssen solchen Produkten gedruckte Hinweise zu einer zuständigen Person in der Europäischen Union beiliegen. Bei sechs von sieben Ladegeräten war aber auch dies nicht der Fall.

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