bezahlt

Apple Pay mit der Deutschen Bank im Praxistest

Seit gut einer Woche ist Apple Pay in Deutschland verfügbar. Wir haben den Bezahldienst bereits mit verschiedenen Banken getestet. Jetzt ist der Praxistest mit der Deutschen Bank an der Reihe.
AAA
Teilen (7)

Die Deutsche Bank warb schon länger innerhalb der Online-Banking-App mit der Frage, ob der Kunde bereit für Apple Pay sei. Der Reiter tauchte urplötzlich auf. Beim Klick darauf offenbarten sich Informa­tionen zu den Voraussetzungen, um den Dienst in Kombination mit der Deutschen Bank nutzen zu können. Bald aber war der Reiter ver­schwunden. Der Grund dafür ist mittlerweile bekannt: Wann Apple Pay in Deutschland endlich ver­fügbar sein würde, war bis dato unklar. Am letzten Dienstag um 4.30 Uhr war es dann soweit - der Dienst öffnete zur Nutzung seine virtuellen Tore. Wir haben Apple Pay bereits mit der grundgebührfreien VisaCard der Hanseatic Bank sowie mit o2-Banking, N26, Amex und ComDirect getestet.

Im Folgenden lesen Sie, wie sich das Apple-Pay-Deutsche-Bank-Team in der Praxis schlägt.

Einrichtung

Um Apple Pay freizuschalten, muss der Nutzer auf dem iPhone (Testgerät: iPhone 8) in der Deutsche-Bank-App eingeloggt sein. Das setzt bereits einen Zugang zum Online-Banking voraus.

Unter dem Reiter "Apple Pay einrichten" im Menü erscheinen die kompatiblen Karten für Apple Pay - im Beispiel entsprechend eine Mastercard. Wird diese angewählt, startet der Vorgang automatisch: Die erforderlichen Daten der Kreditkarte werden übertragen. Anschließend erscheint ein virtuelles Abbild der Mastercard in der Wallet-App. Dort werden künftig auch die Transaktionen angezeigt, die mit Apple Pay und der hinterlegten Karte getätigt werden. Die Freischaltung dauerte insgesamt nicht länger als eine Minute. Anschließend kann mit Apple Pay bezahlt werden.

Apple Pay in der Deutsche Bank Mobile App.
Apple Pay in der Deutsche Bank Mobile App.
Ist die Karte eingerichtet, findet sich im Menü nach wie vor ein Reiter zu Apple Pay. Beim Klick darauf wird die aktivierte Karte sowie das aktivierte Gerät sichtbar (links).

Bezahlvorgang

Die Bezahlung funktioniert genau wie andere Vorgänge mit der kontaktlosen Methode. dm (Drogeriemarkt) und Lidl werden auf der offiziellen Apple-Pay-Seite bereits als kooperierende Unternehmen aufgeführt. Es handelt sich dabei augenscheinlich aber nur um eine Auswahl. Apple Pay soll überall dort funktionieren, wo Bezahlterminals ein Symbol für kontaktloses Bezahlen aufweisen.

Bezahlvorgang in der Wallet-App.
Bezahlvorgang in der Wallet-App.
Sowohl im Drogerie- als auch im Supermarkt funktionierte der Bezahlvorgang sekundenschnell und damit problemlos. Ein Hinweis an die nette Dame an der Kasse, dass kontaktlos bezahlt werden möchte, genügte in beiden Fällen. Wird das Terminal aktiviert und befindet sich das Smartphone in der Nähe, öffnet sich automatisch die Wallet-App. Sie muss also nicht vor dem Bezahlen manuell geöffnet werden. Der Nutzer muss nur noch per TouchID bestätigen und der Kauf ist abgeschlossen.

Nach erfolgreichem Bezahlvorgang ploppt die Benachrichtigung in der Mitteilungszentrale im Sperrbildschirm auf. In der Wallet-App lassen sich beim Klick auf die Mastercard die Transaktionen anzeigen. Dort kann auch deaktiviert werden, ob Mitteilungen nach dem Bezahlen per Push-up auftauchen sollen. Beim Klick auf eine einzelne Transaktion wird der Name des Geschäfts mit Datum und Status angezeigt. Da im Beispiel der Betrag erst Ende des Monats vom Girokonto abgebucht wird, lautet dieser "Anstehend".

Wir machten den Apple-Pay-Test auch in Göteborg. Die Schweden sind schon länger bekannt dafür, dass sie lieber Plastikgeld als Bares akzeptieren. Nicht selten steht man in einem Café und kommt mit Bargeld nicht weit. Hier lohnt sich die Bezahlmethode auf jeden Fall. Auch in Göteborg war die Nachfrage, ob das Geschäft Apple Pay akzeptiere, überflüssig. Die Information, das kontaktloses Bezahlen gewünscht ist, reicht aus. Der Vorgang funktionierte genauso schnell und simpel wie im eigenen Land.

Transaktionsverlauf in der Wallet-App.
Transaktionsverlauf in der Wallet-App.
In einem kleinen Tee-Geschäft im altstädtischen Teil Haga wusste der Verkäufer nichts mit Apple Pay anzufangen. Da er aber über ein Terminal verfügte, das kontaktloses Zahlen akzeptierte, genügte ihm die Information, dass Zahlungsgegenstand der Transaktion eine Mastercard ist. Er aktivierte das Terminal, das nun auf Mastercard eingestellt war, und der Vorgang ging genauso schnell wie bei den anderen Praxistests auch.

Tipp: Der TouchID-Sensor sollte entsprechend sauber sein. Einmal klappte der Bezahlvorgang erst nach mehreren Versuchen, weil er scheinbar durch fettige Fingerabdrücke etwas verschmutzt war.

Wie sicher der neue Bezahldienst ist, lesen Sie in einer weiteren Meldung.

Teilen (7)

Mehr zum Thema Apple iPhone